Eine gesunde Bräune, ohne sich stundenlang der Sonne auszusetzen oder ins Solarium zu gehen? Selbstbräuner versprechen bekanntlich eine sonnengeküsste Haut in kürzester Zeit – weiße Waden und ein fahler Gesichtston gehören damit der Vergangenheit an und die Haut wird nicht den UV-Strahlen ausgesetzt.

Von Lotions über Sprays bis hin zu Ölen bietet die Bräunungsindustrie mittlerweile nicht nur eine große Auswahl an Produkten für die Anwendung auf der Haut, sondern auch vegane Kapseln mit Tönungseffekt. Was Sie beim Kauf eines Selbstbräuners beachten sollten und welche Produkte am unbedenklichsten sind, verraten wir Ihnen in unserem Selbstbräuner-Test.  

    Folgende Themen finden Sie in diesem Artikel:

  • Wie funktioniert ein Selbstbräuner?
  • Selbstbräuner-Test: Das sind die Kriterien
  • Selbstbräuner-Test: Die Mousse
  • Selbstbräuner-Test: Die Creme
  • Selbstbräuner-Test: Das Spray
  • Selbstbräuner-Test: Das Tuch
  • Selbstbräuner-Test: Die Drops
  • Das Fazit des Selbstbräuner-Tests
  • Selbstbräuner selber herstellen

Wie funktioniert ein Selbstbräuner?

Ein Selbstbräuner ist nichts anderes als eine Pflege für die Haut mit dem Inhaltsstoff Dihydroxyaceton, kurz DHA, der die Bräune auf die Haut zaubert. Nach dem Auftragen verbindet sich dieser aus Glyzerin gewonnene Zucker mit den Proteinen auf der Haut und sorgt somit für den bekannten Bräunungseffekt. Da es sich bei DHA allerdings um ein instabiles Molekül handelt, das sogar schon vor dem Öffnen des Produkts zerfallen kann, entwickelt es nach dem Kontakt mit der Haut und der damit verbundenen Wärme Formaldehyd. Das ist nicht nur reizend für die Schleimhäute, sondern gilt auch als krebserregend. Daher verzichten mittlerweile einige Hersteller auf DHA und verwenden stattdessen Erythrulose, eine stabilere Form von DHA. Es zerfällt deutlich langsamer, entwickelt daher kaum Formaldehyd und gilt somit als unbedenklicher. Noch ungefährlicher ist die Verwendung natürlicher Produkte wie Kapseln mit Tönungseffekt

Einen Unterschied dieser beiden Zuckermoleküle gibt es jedoch nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht. Auch in ihrer Wirkung unterscheiden sie sich. Denn während DHA eine schnelle Bräune binnen weniger Stunden garantiert, sorgt Erythrulose erst nach ein paar Tagen für einen Bräunungseffekt. Dieser hält dann allerdings auch länger an als bei einem Selbstbräuner mit DHA. 

Das sind die Kriterien

  • Inhaltsstoffe: Ist DHA enthalten, Erythrulose oder eine Mischung aus beidem?
  • Anwendung: Wie wende ich das Produkt am besten an, damit keine Streifen entstehen?
  • Haltbarkeit: Wie lange dauert es, bis das Produkt Wirkung zeigt und wie lange hält diese an?
  • Kundenrezensionen
  • Versprechen des Produkts

Selbstbräuner-Test: Fünf Produkte im Vergleich

Selbstbräuner von St. Tropez “Self Tan Classic Bronzing”

Produkte in Form von Schaum sind auf dem Vormarsch und machen auch vor Selbstbräunern keinen Halt. St. Tropez hat mit dem „Self Tan Classic Bronzing“ einen Selbstbräuner hergestellt, der sich unter anderem gegen Bestseller wie das „Self Tanning Mousse“ von St. Moriz durchsetzen musste. Der Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten ist der Gehalt bedenklicher Stoffe, der hier deutlich geringer ist als bei anderen Mousse-Selbstbräunern. 

Anwendung:

Damit das Bräunungsergebnis gleichmäßig aussieht, wird die Haut idealerweise vor der Anwendung gepeelt. Besonders trockene Hautstellen wie Ellenbogen, Knöchel und Knie werden zudem vorher mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt, um auch dort keine Flecken zu riskieren. Den Schaum tragen Sie mit einem Selbstbräuner- Handschuh auf und verteilen ihn für ein gleichmäßigeres Ergebnis. Es wird empfohlen, die Haut erst sechs bis acht Stunden nach der Anwendung Wasser auszusetzen. 

Haltbarkeit:

Je mehr Feuchtigkeit in der Haut ist, desto länger hält ein Produkt. Daher gilt: Immer fleißig eincremen! Um das Ergebnis aufzufrischen, peelen Sie Ihre Haut erneut und tragen danach den Selbstbräuner auf.

Kundenrezensionen:

Pro

Contra

Leichte und gleichmäßige Verteilung

Ton eher olivfarben als orange

Hält bis zu eine Woche

Natürliche Bräune

Bestes Bräunungsmousse

Keine Abfärbungen

Kein Gestank

Versprechen des Produkts:

  • Selbstbräunergeruch bleibt durch Aromaguard Duft-Technologie aus
  • Spendet Feuchtigkeit
  • Trocknet schnell
  • Verlängerte Bräune

Selbstbräuner von Annemarie Börlind “Sunless Bronze”

Die Marke Annemarie Börlind steht nicht nur für Naturkosmetik, sondern auch für Nachhaltigkeit. Auf DHA wurde zwar dennoch nicht verzichtet, aber die anderen Inhaltsstoffe sind minimal bedenklich. „Sunless Bronze“ zeigt, dass ein Produkt nicht mit krebserregenden und hormonell wirksamen Stoffen angereichert werden muss, um seine volle Wirkung zu entfachen. Ein absolutes Plus bei der Suche nach dem idealen Selbstbräuner. 

Anwendung:

Nach dem Peeling wird die Creme gleichmäßig aufgetragen. Vorher lohnt sich jedoch die Anwendung einer Feuchtigkeitspflege, um gegebenenfalls trockene Stellen geschmeidig und damit bereit für die tönende Creme zu machen. Partien mit Haaren, also Augenbrauen und Haaransätze sollten ausgelassen werden. Bis der Selbstbräuner vollständig eingezogen ist, verzichten Sie besser auf helle Kleidung. Nachdem Sie den Selbstbräuner mit Ihren Händen aufgetragen haben, waschen Sie Ihre Handinnenflächen gründlich, damit sich diese nicht verfärben.

Haltbarkeit:

Der Selbstbräuner von Annemarie Börlind hält bis zu einer Woche bei der richtigen Pflege der Haut. Ist diese zu trocken, kann sich auch der entwickelte Farbstoff wieder von Ihrer Haut lösen.

Kundenrezensionen:

Pro

Contra

Leicht aufzutragen

Nicht für intensive Bräune

Natürliche Bräune

Nur für hellere Hauttypen geeignet

Kein unangenehmer Geruch

Fleckenloses Ergebnis

Zieht schnell ein

Versprechen des Produkts:

  • Pflege durch enthaltene Öle
  • Gleichmäßige Bräune
  • Gesunde Bräune in wenigen Stunden
  • CSE zertifiziert

Selbstbräuner von Garnier Ambre Solaire „Natural Bronzer“

Ein Selbstbräuner-Spray hat vor allem einen Vorteil: Das Ergebnis kann sehr natürlich aussehen, da das Produkt nicht verrieben werden muss. Stattdessen sprühen Sie den „Natural Bronzer“ von Garnier Ambre Solaire auf die gewünschten Körperpartien und lassen den Selbstbräuner einziehen. Das enthaltene Aprikosenöl ist für die Feuchtigkeitsversorgung der Haut zuständig, wodurch es auch für trockene Haut geeignet ist. Für die Tönung sorgt das enthaltene DHA. 

Anwendung:

Zunächst wird die Haut gepeelt, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Im nächsten Schritt sprühen Sie in einem Abstand von zehn Zentimetern den Selbstbräuner auf. Im dritten Schritt lassen Sie den Selbstbräuner für ungefähr 30 Minuten einwirken. Hinweis: Für Anfänger ist ein Spray weniger geeignet, da es etwas Übung erfordert, das Produkt gleichmäßig zu verteilen.

Haltbarkeit:

Nach drei Tagen können Sie die Anwendung erneuern, um die Bräune dauerhaft zu behalten. Achten Sie darauf, dass Sie eventuell Ihre Haut vorher erneut peelen, um alte Rückstände zu entfernen.

Kundenrezensionen:

Pro

Contra

Schnelle Anwendung

Nicht für Anfänger geeignet

Natürlicher Look

Hält 6-8 Tage

Angenehmer Geruch

Färbt nicht ab

Versprechen des Produkts:

  • Für trockene Haut geeignet
  • Bräune nach einer Stunde
  • Bis zu 7 Tage Halt
  • Bis zu 12 Stunden Feuchtigkeit
  • Sprühkopf für 360-Grad-Anwendung

Selbstbräuner von Comodynes „Self Tanning – Natural & Fast Bronzing“

Mit „Self Tanning – Natural & Fast Bronzing” bietet die Marke Comodynes das Auftragen eines Selbstbräuners mit einem feuchten Tuch an, das bereits alle nötigen Stoffe, wie auch DHA, enthält. Auf Duftstoffe, Parabene und Farbstoffe sowie Öl wurde hier komplett verzichtet. Daher sind auch weniger Reizungen der Haut möglich.

Anwendung:

Den Selbstbräuner tragen Sie auf die saubere und trockene Haut auf. Üblicherweise sollte auch hier die Haut frei von alten Hautschüppchen und rauen Stellen sein. Für das Gesicht, den Hals und Nacken benötigen Sie ein Tuch. Danach sollten Sie für den restlichen Körper neue Tücher verwenden. Erste Ergebnisse sehen Sie nach drei Stunden. 

Haltbarkeit:

Wollen Sie eine dauerhafte Bräune, frischen Sie nach ungefähr drei Tagen das Ergebnis auf. 

Kundenrezensionen:

Pro

Contra

Keine Streifen

Helle Haut färbt sich orange

Angenehmer Geruch

Löst sich gelegentlich um die Füße ab

Ein Tuch ist sehr ergiebig

Färbt nicht ab

Gut verträglich

Peeling vorher nicht erforderlich

Versprechen des Produkts:

  • Am ganzen Körper nutzbar
  • Gleichmäßige Bräune, ohne zu verfärben
  • Erste Wirkung nach 3 Stunden sichtbar, nach 24 Stunden volle Wirkung
  • Geeignet für alle Hauttypen
  • Ohne Parabene, Duftstoffe und Farbstoffe

Selbstbräuner von M. Asam „Self Tanning Drops“

M. Asam sorgt nicht nur mit seinem Magic Finish Make-up Mousse für Begeisterungsstürme, sondern auch mit den „Self Tanning Drops“. Wie der Name es bereits verrät, handelt es sich hierbei nicht um ein Spray, eine Lotion oder eine Mousse, sondern um Tropfen, die man der Flasche entnimmt und der gewohnten Tagespflege hinzufügt. Unverdünnt sollten Sie den Selbstbräuner auf keinen Fall anwenden. Der Bräunungsgrad hängt demnach von der eigenen Mischung ab. Je mehr Tropfen Sie zu Ihrem Serum oder Creme hinzufügen, desto intensiver wird das Ergebnis. Es ist zudem das Einzige unter den Testprodukten, welches nicht nur DHA verwendet, sondern auch Erythrulose. 

Anwendung:

Empfehlenswert ist eine Dosis von zwei bis drei Tropfen pro Anwendung. Für hellere Hauttypen reichen zwei Tropfen, damit Ihre Bräune nicht unnatürlich wirkt. Nachdem Sie die Tropfen Ihrer Pflege hinzugefügt haben, vermengen Sie beides miteinander und tragen es dann auf die Haut auf.

Haltbarkeit:

Den Selbstbräuner können Sie alle zwei Tage in Ihre gewohnte Pflege untermischen, um eine dauerhafte Tönung zu haben. Ohne Auffrischung hält die Bräune für ungefähr vier bis fünf Tage.

Kundenrezensionen:

Pro

Contra

Tolle Wirkung

Leichte Übung erforderlich

Leicht anzuwenden

Selbstbräuner löst sich leicht ab

Hinterlässt keine Flecken oder Streifen

Geruch etwas aufdringlich

Gleichmäßige, gesunde Bräune

Keine Irritationen bei empfindlicher Haut

Keine Pickelchen nach Anwendung

Versprechen des Produkts:

  • Ergebnis nach 3 Stunden sichtbar
  • Wasserfest
  • Leicht mit normaler Tagespflege zu mischen
  • Ebenmäßiges Finish
  • Ohne Parfum und Silikone
  • Vegan
  • Geeignet für alle Hauttypen

Das Fazit vom Selbstbräuner-Test

Welche Art von Selbstbräuner Sie für sich wählen, hängt in erster Linie davon ab, mit welcher Konsistenz Sie am besten arbeiten können. Testsieger sind in diesem Vergleich jedoch die Mousse von St. Tropez und die Drops von M. Asam. Beide sind leicht aufzutragen, haben kaum bedenkliche Stoffe und sorgen für ein natürliches und gleichmäßiges Ergebnis, ohne die Haut zu irritieren. 

Wie Sie ihren eigenen Selbstbräuner herstellen

Wenn Sie auf Konservierungsstoffe und andere in Ihrem Selbstbräuner verzichten wollen, können Sie ihn auch ganz leicht selbst herstellen. Dafür brauchen Sie lediglich Erythrulose aus der Apotheke, Aloe-vera-Saft, destilliertes Wasser und eine Sprühflasche. Die Flasche füllen Sie mit einem Esslöffel Aloe-vera-Saft, ein paar Tropfen der Erythrulose und den Rest mit dem destillierten Wasser. Wie viele Tropfen der Erythrulose Sie verwenden müssen, entnehmen Sie den Angaben auf der Verpackung. Dort finden Sie einen Hinweis, wie viele Tropfen einem Milliliter entsprechen. In Ihrem DIY-Produkt sollten sich um die 5 Prozent des Zuckermoleküls befinden. Hinweis: Da Sie ihrem eigenen Selbstbräuner keine Konservierungsstoffe hinzugefügt haben, wird es nicht länger als zwei Wochen halten. Kühlen Sie es während dieser Zeit gut, idealerweise im Kühlschrankfach. 

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Verwendete Quellen: tried-it-out.de

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