Die Covid-19-Pandemie sorgte auch in der Arbeitswelt für einige Turbulenzen sowie neue Spielregeln. Für die Arbeitnehmer(innen) stark gemacht hat sich die AK. 

Was macht einen guten Arbeitgeber aus? Dr. ChristianMaier, Leiter der Abteilung Arbeitsrecht der AK Vorarlberg: „Auch wenn es ganzselbstverständlich klingt: Der Arbeitgeber soll sich ans Gesetz halten undseine Mitarbeiter gut behandeln. Dazu zählt auch, dass man miteinander redet,wenn es Probleme gibt.“ Kollektivverträge müssen eingehalten werden, auch dawerden die Juristen der AK immer wieder mit Verstößen konfrontiert.

Wichtigste Faktoren

Das Wichtigste ist inden Augen von AK-PräsidentHubert Hämmerle, „dass es eine positive Unternehmenskultur im Betrieb gibt.“Aus zahlreichen Kontakten mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weiß er, wiewichtig es ist, „dass man im Team arbeiten kann, dass man einen sicherenArbeitsplatz hat, einen angemessenen Lohn erhält und sich darauf verlassenkann, miteinbezogen zu werden. Wenn all diese Perspektiven stimmen, dann istman ein ausgezeichneter Arbeitgeber”, so AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Corona-Krise

Die Covid-19-Pandemie hat die Arbeitsverhältnisse in ganz Österreich quasi über Nacht auf den Prüfstand gestellt. In der Krise trennten sich Spreu und Weizen. Zahlreiche Unternehmen standen vor der Entscheidung, Mitarbeiter(innen) zu kündigen. Deshalb schufen die Sozialpartner schnellstmöglich das Instrument der Kurzarbeit, das laut AMS österreichweit rund eine Million Arbeitsplätze gerettet hat. Homeoffice erwies sich für manche als echte Alternative und wurde für andere zur
enormen Belastung, wenn die Voraussetzungen nicht stimmten. Viele Eltern leisteten Homeschooling und „Arbeit am Küchentisch“. Die Sozialpartner haben deshalb mit der Regierung bleibende Spielregeln erarbeitet. Die Corona-Krise hat eindrucksvoll bewiesen, dass eine Arbeitnehmervertretung unverzichtbar ist.

25.000 Beratungen

DiePandemie brachte das  Team der AKVorarlberg hart an seine Grenzen: Im März und April 2020 verzeichneten dieRechtsabteilungen der AK Vorarlberg 25.000 Beratungen, im Vorjahr waren es noch12.000 gewesen. Und das, obwohl auch wir fallweise für den Publikumsverkehrschließen mussten. Allein am 16. März 2021 langten bei der AK Vorarlberg 2759Anfragen ein. Insgesamt bescherte das Jahr 2020 dem Arbeitsrecht der AK fast100.000 Beratungen, mehr als je zuvor.

Das Wichtigste ist in meinen Augen, dass es einepositive Unternehmenskultur im Betrieb gibt. – Hubert Hämmerle,AK-Präsident

Arbeiterkammer

In der AK Vorarlberg erhalten Arbeitnehmer(innen)Tipps und Hilfe zu Fragen des Arbeits- und Sozialrechts, beiberuflicher Aus- und Weiterbildung und mehr.

Mit der „Schaffarei“ hat die AK gerade ein Haus für Arbeitskultur eröffnet. Alle sind eingeladen, hier im Rahmen von Workshops und Gesprächen die Zukunft der Arbeit mitzugestalten. Infos zum Programm finden Interessierte unter: www.schaffarei.at

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel