Martin Eberle ist KMU-Preisträger desJahres.

Wie man vom Einmannbetrieb zum erfolgreichen,starken Unternehmen wird, zeigt die Geschichte von Martin Eberle sehreindrucksvoll. 26 Jahre ist esher, dass er in seinem Privathaus in die Selbstständigkeit startete. Heute istder Dornbirner Betrieb auf 40 Mitarbeiter angewachsen. Sein Unternehmen EberleAutomatische Systeme ist neben dem klassischen Maschinenbau auch in speziellenBereichen wie Bildverarbeitung, Prozessvisualisierung, Softwareentwicklung oderRobotik tätig. Stehen zu bleiben, auf dem Erreichten auszuruhen, war aber nieein Anreiz für Martin Eberle. Vielmehr sind es seine tüftlerische Leidenschaftund seine Begeisterungsfähigkeit, die ihn immer wieder dazu antreiben, an neuenAutomatisierungslösungen zu arbeiten.

Neubau als Projekt

Da überrascht es kaum, dass der neue Stammsitz imDornbirner Betriebsgebiet Nord, der im Oktober fertiggestellt sein soll, auchals eine Art Automatisierungsprojekt zu verstehen ist. „Das Gebäude kann sehrviel“, sagt Eberle nicht ohne Stolz. So ist ihm eine „Zukunftsfabrik“vorgelagert, die dem Unternehmen als Probierlabor für Digitalisierung undKünstliche Intelligenz dient. Dort können konkrete Anwendungsfälle direkterprobt werden. Die eigenen Mitarbeiter profitieren beispielsweise von derrobotergestützten Kantine, die auf „Knopfdruck“, konkret via App, dasgewünschte Mittagessen zum gewünschten Zeitpunkt zubereitet. „Die Fabrik istein Umschlagplatz für Gedanken, eine Ideenschmiede“, konkretisiert Eberle.

Zwilling und Rechenzentrum

Zudem wird das Gebäude nicht nur eine automatischePaketannahme, ein Kassettenlager über sechs Etagen oder einen „digitalenZwilling“ haben, mittels dem verschiedenste Energieszenarien simuliert werdenkönnen, sondern auch ein eigenes Rechenzentrum, um digitale Dienste anbieten zukönnen. „Wir wollen das Thema Software nicht anderen großen Playernüberlassen.“

Die ganze Familie

Für Eberle stand all die Jahre das gesundeMiteinander im Fokus, nicht das Wachstum, wie er sagt. Und er ist unglaublichstolz darauf, dass die ganze Familie im Unternehmen arbeitet. „Meine Frau­Brigitte und alle drei Kinder. Wir sind also ein echter Familienbetrieb.“

Die operativeGeschäftsführung hat Martin Eberle heuer an seinen langjährigen StellvertreterMartin Moosmann und seinen Sohn Viktor Eberle übergeben. Er selbst kümmert sichweiterhin um Themen wie Qualitätssicherung oder Nachwuchsförderung.

„Der neue Firmensitz soll auch ein Umschlagplatz für Gedanken, also eine I­deenschmiede, sein.“  Martin Eberle Preisträger

Begründung der Jury: Martin Eberle gilt seit der Gründung seines UnternehmensEberle Automatische Systeme im Jahr 1996 als Vorreiter in SachenAutomatisierung. Nicht nur die zahlreichen Auszeichnungen zeugen von der hohenInnovationsfähigkeit des Dornbirner Betriebes.

Zur Person:
Martin Eberle geschäftsführender Gesellschafter Eberle Automatische Systeme
GEBOREN 2. Dezember 1961  
AUSBILDUNG HTL Bregenz (Elektrotechnik), Universität Liechtenstein (Diplom-Ingenieur)
LAUFBAHN Tätigkeiten als Elektroingenieur und Automatisierungstechniker in versch. Firmen, 1996 Gründung des eigenen Unternehmens

Daten und Fakten
Firmensitz Dornbirn-Schwefel, ab Oktober im Betriebsgebiet Nord
Gründungsjahr 1996
Mitarbeiter 40
Umsatz 2021 Sechs Millionen Euro

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