Viele Künstler weltweit sind aufgrund der Corona-Shutdowns zur Untätigkeit verurteilt. Im Interview mit der „Augsburger Allgemeine“ verriet „Einstürzenden Neubauten“-Frontmann Blixa Bargeld, ob die Band in 40 Jahren Bandgeschichte Rücklagen gebildet hat.

Dazu sagte er: „Nein. Zur Albumveröffentlichung hatten wir eine sogenannte chaotische Generalprobe in Potsdam geplant. Die ist abgesagt worden. Der Tagesspiegel hat uns beschimpft, weil wir unseren Auftritt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt nicht sofort abgesagt hatten. Das dürfen wir gar nicht, uns muss abgesagt werden. Auch die geplante USA-Tour kann nicht stattfinden. Im Moment sind die Visa-Bearbeitungen ausgesetzt, wir haben aber schon die Flüge gebucht. Nicht rückzahlbar. Die Busse sind gebucht. Auch nicht rückzahlbar. Das sind über 20000 Euro an Vorkosten. Dies ist unsere dritte US-Tour, die abgesagt werden muss. Das ist das größte einschneidende Ereignis in unserer Lebensspanne. Es ist unser Zweiter Weltkrieg.“

Außerdem verriet der 61-Jährige, ob er aus der Corona-Zwangspause auch einen kreativen Nutzen zieht. Dazu sagte er: „Kreativ ist vielleicht übertrieben. Heute gebe ich etliche Skype-Interviews, und später koche ich zusammen mit unseren Supportern oben in der Küche Seared Broccoli und Potato Soup. Sehr schönes Rezept. Ich werde jetzt wahrscheinlich jeden Freitag mit den Supportern kochen. Ich bleibe zu Hause, bis der Shutdown vorbei ist, weil ich zur Risikogruppe gehöre.“

Foto: (c) neubauten.org

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