Wie kann das nur sein?

Man könnte glatt den Glauben an das Gesetz verlieren, wenn man diese Story hört: Jens Porsmuse Kristensen (33), ein dänischer Reality-Star, der durch die TV-Show “Robinson Expedition” bekannt geworden ist, wurde verurteilt. Der Grund: Teenager Mathis M. (15) starb, nachdem ihm von Jens Ecstasy verabreichte wurde und er mit einem Hundehalsband gewürgt wurde. Doch statt nun hinter Gittern zu sitzen, ist der Däne wieder auf freiem Fuß.

Die beiden lernten sich über eine Dating-Plattform kennen

Das Opfer Mathis M. machte keinen Hehl daraus, schwul zu sein. Mit 13 Jahren outete er sich, wurde erst kürzlich zum Klassensprecher gewählt und wollte später Designer oder Koch werden. Doch eine Internet-Dating-Plattform wurde ihm zum Verhängnis. Dort lernte er den Reality-Star Jens Porsmuse Kristensen kennen. Er vergötterte ihn und so war er voller Vorfreude, als sich die beiden in der Nacht zum 28. März 2020 trafen. In der Wohnung des Täters kam es zum Sex – samt Würgen mit Hundehalsband. Kristensen filmte den Geschlechtsverkehr und so wurde deutlich sichtbar, dass das Opfer nach Luft rang.

Am nächsten Morgen wurde er tot gefunden

Nach sämtlichen weiteren Sex-Spielchen fuhr der Reality-Star sein Date zu seinem Auto auf einem Parkplatz. Der Angeklagte vor Gericht: “Er setzte sich auf den Boden und ich fragte ihn, ob er nicht heimgehen will. Er antwortete nicht. Ich stellte seine Schuhe neben ihn und fuhr nach Hause.” Am nächsten Morgen wurde er dort tot aufgefunden.

Reality-Star kam sofort auf freien Fuß

Die Obduktion ergab, dass Mathis M. die Droge MDMA im Blut hatte und mit einem Hundehalsband gewürgt wurde. Aber: Die Rechtsmedizin konnte nicht eindeutig klären, ob er schließlich an einer Überdosis Drogen gestorben ist oder erwürgt worden war. Trotzdem wurde der Reality-Star im ersten Prozess zu drei Jahren Haft verurteilt. Er stellte jedoch Revision und so kam das zweite Gericht zu dem Entschluss: “Da die Todesursache nicht feststeht, liegt kein Beweis dafür vor, dass der Angeklagte das Opfer bewusst in einen hilflosen Zustand versetzt hat.” Haftstrafe: Zwei Jahre auf Bewährung! Da Jens bereits ein Jahr in Haft saß, kam er sofort nach dem Prozess auf freien Fuß.

Eltern des Opfers: „Ich habe mein Vertrauen in das dänische Rechtssystem verloren“

Die Eltern des verstorbenen Teenagers sind fassungslos: “Mit allem hatten wir gerechnet, nur nicht mit diesem Urteil. Dass man mit einem Jahr davonkommt, wenn man einen jungen Menschen auf diese Art behandelt hat, ist unglaublich. Ich habe mein Vertrauen in das dänische Rechtssystem verloren.”





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