Mit der Teilnahme am „Mission Zero“-Programm möchte sichBludenz in den kommenden Jahren aktiv gegen die Auswirkungen des Klimawandelsengagieren. Damit zündet die Alpenstadt die nächste Stufe in Sachen Nachhaltigkeit.

Bludenz geht den nächsten Schritt in Richtung klimaneutralerVerwaltung. Als Mission-Zero-Pilotgemeinde will die Stadt dabei bis zum Jahr2035 die Klimaneutralität erreichen. Dazu werden für klimaschädliche Emissionenaus Strom- und Wärmeversorgung gemeindeeigener Gebäude und Anlagen, desFahrzeugpools sowie der Mitarbeiter-Mobilität hohe Kompensationszahlungengeleistet. Pro ausgestoßener Tonne CO2 werden künftig 50 Euro in klimarelevanteProjekte der Stadt investiert. Für das Jahr 2021 konnte so eine Summe von rund50.000 Euro lukriert werden.

Parallel dazu unternimmt die Stadt Bludenz auch weiterhinzusätzliche Schritte im Kampf gegen den Klimawandel. Mit der Umstellung aufVorarlberger Ökostrom, der Erstellung eines Sanierungsfahrplanes fürstadteigene Gebäude und Anlagen oder auch der Schaffung vonMobilitätsalternativen für Stadt-Mitarbeiter*innen soll der CO2-Ausstoß kontinuierlichgesenkt werden. „Der Klimawandel ist eines der bestimmenden Themen, wir wollenhier nicht nur Zeichen setzen, sondern möglichst rasch Erfolge erzielen. Jedernoch so kleine Schritt bringt uns diesem Ziel näher“, betont der BludenzerBürgermeister Simon Tschann die Bedeutung von Mission Zero.

Job Bike Aktion

Mit der Job Bike Aktion, bei der den städtischen Mitarbeitern,der Umstieg vom Auto auf ein Dienstfahrrad schmackhaft gemacht wurde, setztedie Stadt bereits ein erstes Zeichen. Die Aktion fand sehr großen Anklang. Dankeines attraktiven Fördermodells von Stadt und Bund konnte so der Ankauf vonknapp 30 Fahrrädern umgesetzt werden. „Mit der Aktion wird einerseits einAnreiz für eine umweltbewusste Anreise zum Dienstort geschaffen. Zusätzlichwerden mit diesem Fördermodell aber auch die regionalen Händler unterstützt.Von der Job Bike Aktion profitiert also nicht nur die Umwelt, sondern auch dieBludenzer Wirtschaft“, erklärt Tschann.

E-Schnellladesäule

Um die E-Mobilität in Bludenz weiter zu fördern, wurde imHerbst beim Rathaus eine Schnellladestation für E-Pkw installiert. Damit ist esmöglich, während einer kurzen Pause zwischen 30 bis 60 Minuten einElektrofahrzeug aufzuladen. So soll in Zukunft der emissionsfreie Verkehrweiter an Attraktivität gewinnen.

Projektstart

Im November startete zudem ein umfassender Prozess, der dieStadt klimafit und damit im Umgang mit den Folgen, Chancen und Risiken desKlimawandels stärken soll. Dazu werden verschiedenste Beteiligte ausBlaulichtorganisationen, Verwaltungsabteilungen, aber auch zivile Stakeholderan Bord geholt, um sich mit den zukünftigen Gefahren und Risiken des Klimawandelsauseinanderzusetzen. Ziel des Projektes soll ein umfassender Maßnahmenkatalogfür die Stadt Bludenz sein. Auch in Hinblick auf mögliche Blackout-Szenarienwird überprüft, wo Bludenz bereits gut aufgestellt ist und wo noch nachgeschärftwerden muss.

PV-Anlagen

Auch der Ausbau erneuerbarer Energiequellen wird in der Stadt großgeschrieben. Immer mehr städtische Gebäude werden in Zukunft zur Gewinnung von Sonnenstrom genutzt werden. Derzeit werden mehrere Dächer auf ihre Eignung geprüft, so etwa jenes des Kulturhauses Remise sowie das große Flugdach des Altstoffsammelzentrums in Brunnenfeld. Mehrere Abteilungen der Stadt arbeiten an der Umsetzung solcher klimafreundlicher Energiealternativen. Zudem werden auch gemeinsam mit der Bludenzer Bevölkerung weiterhin Lösungen gesucht, im Sinne von Kooperationen und Unterstützungen für die eigenen PV-Anlage.

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel