Es ist billig, naturnah und perfekt für Ruhesuchende: Zelten liegt aktuell wieder im Trend. Da in vielen beliebten Urlaubs-Regionen wie Ost- und Nordsee sowie Alpenvorland Hotelzimmer und Ferienwohnungen diesen Sommer schon vergriffen sind, ist Campen teilweise auch die letzte Übernachtungsmöglichkeit. Damit der Urlaub im Zelt ein unvergessliches Erlebnis wird, sollte man einige Punkte beachten.

Wichtige rechtliche Grundlagen beim Camping

Unter den Begriffen Zelten oder Campen wird laut dem Deutschen Alpenverein eine geplante Übernachtung im Freien verstanden, die außerhalb von offiziellen Plätzen stattfindet. Allerdings ist das Campieren ohne die Erlaubnis des Grundbesitzers in Deutschland nicht erlaubt. Beim wilden Zelten handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld bestraft. In Bayern werden nach dem Bußgeldkatalog 10 bis 200 Euro fällig, wenn man ein Zelt oder Wohnwagen verbotenerweise aufgestellt hat. Schlägt man sein Zelt zudem unerlaubt in einem Naturschutzgebiet auf, wird es noch teurer – dann können bis zu 500 Euro drohen. In anderen Ländern sieht die Lage schon wieder anders aus: Zum Beispiel darf man in Schweden oder Norwegen überall sein Zelt aufstellen – ausgenommen natürlich auf Privatgrundstücken.

Hierzulande wurde eine Zwischenlösung gefunden, um den Campern eine Übernachtung in der Natur zu ermöglichen. Sogenannte Trekkingplätze sind kostenpflichtig, die Kapazität ist meist sehr begrenzt und sie sind nur zu Fuß erreichbar. Zudem sind solche Plätze nur für eine Übernachtung gedacht. In Schleswig-Holstein gibt es insgesamt knapp 20 Stück, auf der offiziellen Webseite können Interessierte die Standorte einsehen. Auch im Schwarzwald, Frankenwald und in der Eifel gibt es solche Trekkingplätze. Wer mehr Komfort haben möchte, kann natürlich sein Zelt auf einem Campingplatz aufschlagen.

Packliste Sommerurlaub Was muss alles in Ihren Koffer?

Die wichtigsten Utensilien

Beim Campen kommt es vor allem auf das richtige Zelt an. Es sollte genug Platz bieten, um Hab und Gut darin zu verstauen. Zudem sollte es wasserdicht und, wer es im Rucksack mit sich herumträgt, leicht zu transportieren sein. Das gleiche gilt für Schlafsack und Isomatte. Bei letzterem empfiehlt sich ein selbstaufblasbares Modell, das nimmt weniger Platz weg. Im Sommer reicht meist ein dünnerer Schlafsack aus, allerdings können vor allem in den Bergen die Temperaturen stark abfallen. Deshalb sollte man sich gut beraten lassen und im Zweifel lieber einen Dickeren nehmen.

Ein scharfes Messer, Besteck, Teller und Tassen, ein Campingkocher, eine Stirnlampe, ein Küchenhandtuch sowie ein kleiner Schwamm zum Abspülen des Geschirrs sind ratsam. Ein Campingtisch sowie die passenden Stühle sind für diejenigen ein Muss, die nicht gerne am Boden sitzen. Eine Wäscheleine kann praktisch sein, um Handtücher und Badesachen zu trocknen. Bei der Klamottenauswahl sollte man darauf achten, dass es möglichst praktische Teile sind. Hier ist oft weniger mehr – einfach eine Tube Handwaschmittel mitnehmen, um kleinere Flecken zu entfernen. Ein Pullover, falls es nachts kalt wird, und eine Regenjacke sollten auf jeden Fall auf der Packliste stehen. Ein Rucksack ist nicht nur für Wanderer ratsam, sondern auch für Tagesausflügler, um Wasser, Sonnencreme etc. bequem zu verstauen.

Rücksicht auf die Natur

Wer auf einem der Trekkingplätze übernachtet, sollte während der Dämmerungszeit möglichst keinen Lärm machen. Denn dadurch könnten Wildtiere gestört werden. Zudem keine Abfälle zurücklassen und generell den Platz so verlassen, wie man ihn vorgefunden hat. Wer noch etwas Platz im Rucksack hat, kann auch den Müll von anderen mitnehmen und ihn bei der nächsten Möglichkeit entsorgen – die Natur wird es einem danken.

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