Die Litfaßsäule schmückt seit 165 Jahren die Straßen Deutschlands. Sie erinnert an eine Zeit vor Smartphones, bunten Websites und Werbung in den Feeds der sozialen Netzwerken. 

Seit 165 Jahren Teil des Stadtbildes: Die Litfaßsäule

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Die Litfaßsäule gehört für viele irgendwie zum Stadtbild dazu. Die Menschen laufen täglich daran vorbei und halten sie für selbstverständlich, so wie Bushäuschen und Straßenlaternen. Freunde der Werbehäuschen fürchteten in Berlin im vergangenen Jahr, dass die Säulen einem ähnlichen Schicksal entgegensehen könnten, wie die Telefonzelle. In Berlin wurden Mitte 2019 in der ganzen Stadt Litfaßsäulen wegen eines Vermarkter-Wechsels vorübergehend abgebaut. Als sie dafür vorbereitet wurden, hatte man sie einfarbig übertapeziert. In Schreibschrift war ein Hilferuf darauf zu lesen: “Erhaltet diese Säule!” An anderer Stelle stellten Unbekannte ein Grabkreuz für eine Litfaßsäule.

Litfaßsäule sollte Ordnung machen

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Ohnehin ist Berlin so etwas wie die “Hauptstadt” der Litfaßsäulen. In der Metropole wurden 1855 die ersten Säulen aufgestellt. Der Drucker Ernst Litfaß war genervt von wild verklebten Zetteln und Postern in der Hauptstadt, sodass er eine Säule erdachte und schließlich mit behördlicher Erlaubnis aufstellte, an der alles Wichtige angeklebt werden konnte. Darunter Kultur-Termine, politische Informationen, Wahlkampfplakate, amtliche Bekanntmachungen, Steckbriefe – alles sollte sich nun dort sammeln. Heute stehen in allein in der Hauptstadt rund 2500 Litfaßsäulen.

Quelle: “Berliner Morgenpost”, Wikipedia

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