Intervallfasten, Paleo, glutenfrei – sich im Dschungel der modernen Ernährungsweisen zurechtzufinden, ist alles andere als leicht. Es gibt unzählige Konzepte und Diäten, und jede beansprucht für sich, die einzig wahre zu sein. Aber es gibt einfach keine Ernährung, die auf jeden Menschen passt. Dafür sind wir viel zu unterschiedlich, unsere Körper inklusive Verdauung und Stoffwechsel viel zu individuell.

Viel wichtiger und gesünder, als jedem neuen Food-Trend hinterherzulaufen, ist es, sich mit dem eigenen Körper und seinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen und herauszufinden, was er wirklich braucht, um langfristig gesund und fit zu sein. Vielleicht sind Sie schon näher an einer gesunden Ernährung, als Sie glauben.

An diesen 6 Signalen erkennen Sie, dass Sie sich gesund ernähren

1. Sie essen, wenn Sie hungrig sind

Eine ganz wichtige Fähigkeit, die die Diätindustrie uns mit aller Macht abzutrainieren versucht: auf unser natürliches Hungergefühl zu hören – anstatt noch exakt 39 Minuten zu warten, bis wir etwas essen, weil irgendein Ernährungskonzept es uns genau so vorschreibt. Sobald unser Körper und unser Gehirn Nahrung brauchen, meldet sich unser Magen mit Hunger. Wenn wir es schaffen, tatsächlich dann zu essen, wann wir Hunger haben, sind wir schon sehr viel weiter auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung, als wenn wir mit eiserner Disziplin gegen unseren Körper arbeiten.

2. Sie hören auf zu essen, wenn Sie satt sind

Genauso wichtig wie bei Hungergefühl zu essen, ist natürlich auch aufzuhören, sobald wir satt sind. Denn durch oft jahrelange Diäten und Restriktionen haben wir unser Gehirn darauf trainiert, über das Sättigungsgefühl hinaus zu essen – denn wer weiß, wann es wieder etwas gibt. Heißhunger entsteht hauptsächlich aus falscher Ernährung und Verboten. Wirklich auf das eigene Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören, erfordert viel Achtsamkeit, aber wer es schafft, tut seiner Gesundheit einen großen Gefallen.

3. Sie wissen, was Ihnen guttut

Eins vorweg: "Gute" und "schlechte" Lebensmittel als solche gibt es nicht. Es ist alles eine Frage des Maßes und der individuellen Konstitution. Klar: Zu jeder Mahlzeit Schokolade zu essen, ist sicher nicht gesund. Aber da rohe Speisen schwerer verdaulich sind als gekochte, gibt es auch Menschen, die beispielsweise Salat nicht gut vertragen.

Je mehr wir auf die Signale unseres Körpers hören, desto weniger wird er auch ständig nach Chips, Muffins und Co. verlangen. Denn sobald unser Gehirn verstanden hat, dass es keinen Mangel gibt und wir einfach ein Stück Schokolade essen können, wenn wir wollen, wird es auch nicht mehr so viele Gelüste nach zucker- und kalorienreichen Nahrungsmitteln senden.

Intuitiv wissen wir nämlich, was uns guttut, wie viel davon wir essen sollten und wann wir besser aufhören. Wenn wir achtsam mit unserem Körper umgehen, wissen wir, nach welchen Lebensmitteln uns Bauchschmerzen und unangenehmes Völlegefühl plagen und welche wir dagegen gut vertragen. Wenn Sie an diesem Punkt in Ihrer Ernährung angelangt sind, sind Sie auf einem guten Weg, gesund und ausgewogen zu essen.

4. Sie haben meist gute Laune

Wer nicht genug isst und dem Körper wichtige Nährstoffe vorenthält, wird das auch an seiner Laune merken. Wenn wir ständig hungrig sind, weil wir auf Diät sind und uns an einen strikten Ernährungsplan halten und deshalb unser Hungergefühl ignorieren, schlägt uns das buchstäblich auf den Magen – und auf die Stimmung. Auch ein Mangel an Vitaminen und anderen Nährstoffen kann dazu führen, dass wir schlecht drauf sind, weil unser Hormonhaushalt durcheinander gerät. Oder aber wir sind durch einen hohen Zuckerkonsum stark aufgekratzt. Wenn Sie sich ausgewogen ernähren, weil Sie auf Ihren Körper und seine Bedürfnisse hören, fühlen Sie sich meist ausgeglichen und Ihre Laune bleibt in der Regel stabil.

5. Sie haben genug Energie und fühlen sich fit

Was für unsere Stimmung gilt, gilt natürlich auch für unser körperliches und geistiges Energielevel: Essen wir zu wenig oder nur bestimmte Lebensmittel, zeigt sich diese Mangelernährung, indem wir müde und ausgelaugt sind, uns schlecht konzentrieren können und nicht genug Kraft für alltägliche Dinge haben. Essen wir dagegen regelmäßig und die Nahrungsmittel, die unser Körper tatsächlich braucht, bleibt unser Blutzuckerspiegel stabil – und wir fit.

6. Sie sind selten krank

Unser Immunsystem hängt stark mit unserer Ernährung zusammen. Dabei geht es natürlich auch darum, dass wir genügend Vitamine und Mineralstoffe zu uns nehmen, damit unsere Abwehrkräfte genug Power haben. Aber es geht um mehr: Denn unser Immunsystem sitzt zu rund 70 Prozent im Darm, das heißt, was und vor allem wie wir essen, wirkt sich stark darauf aus. Wichtig ist, dass wir die Nahrung entspannt und genussvoll aufnehmen, uns nicht hetzen und nicht permanent ein schlechtes Gewissen haben, weil wir vermeintlich etwas "Schlechtes" essen.

Darüber hinaus hat unsere mentale Gesundheit auch großen Einfluss auf die körperliche. Steht unsere Psyche permanent unter Druck, weil wir mit Diätregeln und anderen Stressoren beschäftigt sind, schwächt das auch unser Immunsystem. Wenn Sie also nicht ständig erkältet sind, machen Sie mit Ihrer Ernährung vermutlich schon einiges richtig.

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