Nicht die Fehler der Vergangenheitvorhalten, sondern gemeinsam Zukunft gestalten!

In den letzten Jahren wurden in den Vorarlberger Nachrichten 40Ökopioniere vorgestellt – bis zur Klimaschutzpreisverleihung im November inMäder werden noch weitere folgen. Stellvertretend für jene, die 2017/18vorgestellt wurden, ist 2018 der ehemalige Bürgermeister von Zwischenwasser,Josef Mathis, ausgezeichnet worden, dessen Motto lautet: „Ressourcen nutzen,ohne den Planeten auszubeuten“. Im globalen Kontext regional aktiv sein. Beisich selbst beginnen ist das eine: „Ein Vorleber ist besser als 1000 Vorbeter!“Doch der große Wurf gelingt uns nur gemeinsam. Es geht um Wirtschaftsethik,leben und arbeiten im Einklang mit der Natur, klimaneutrale saubereProduktionsprozesse, Recycling und geschlossene Wertstoffketten, neueBaukultur, Green Cities, Aufforstung, Biodiversität … Tue Gutes, rede darüber,schließe dich mit anderen zusammen – so der Sinn etwa eines Klimaschutzpreises.

Unsere Möglichkeiten nutzen

Oscar-Preisträger Joaquin Phoenix nützte seine Auszeichnung für eine beeindruckende Rede, der nichts hinzuzufügen ist: „Ich denke, das größte Geschenk, dass mir und vielen in dieser Branche gegeben wurde, ist die Möglichkeit, unsere Stimme für die Stimmlosen zu erheben. Ich habe über einige der belastenden Probleme nachgedacht, mit denen wir alle konfrontiert sind. Oft setzen wir uns für die verschiedensten Anliegen ein, wir sollten uns zusammentun und gemeinsam kämpfen. Ob wir über die Ungleichheit der Geschlechter, Rassismus, die Rechte der Ureinwohner oder Tierrechte sprechen, es geht um unseren gemeinsamen Kampf gegen Ungerechtigkeit. Es muss ein Kampf gegen den Irrglauben sein, dass eine Nation, ein Volk, eine Rasse, ein Geschlecht oder eine Spezies das Recht hat, eine andere ungestraft zu beherrschen, zu kontrollieren, zu benutzen oder auszubeuten. Wir haben uns sehr von der natürlichen Welt abgekoppelt. Viele von uns machen sich einer egozentrischen Weltanschauung schuldig und glauben, dass wir das Zentrum des Universums sind. Wir plündern die Ressourcen der Natur. Wir fühlen uns berechtigt, eine Kuh künstlich zu besamen und ihr Baby zu stehlen trotz ihrer Angstschreie. Dann nehmen wir ihre Milch, die für ihr Kalb bestimmt ist, und geben sie in unseren Kaffee und unser Müsli. Wir fürchten die Idee der persönlichen Veränderung, weil wir glauben, auf etwas verzichten zu müssen. Aber die besten Menschen sind kreativ und erfinderisch genug, um Veränderungssysteme zu entwickeln, zu schaffen und zu implementieren, die für alle fühlenden Wesen und die Umwelt von Nutzen sind.“

Gemeinwohl statt Egoismus

„Ich war selbst ein Schuft“, sagte Phoenix, „egoistisch, oft grausam, eswar schwer, mit mir zu arbeiten. Aber ich bin dankbar, dass so viele von euchmir eine zweite Chance gegeben haben. Wir sind dann in unserer Bestform, wennwir uns gegenseitig unterstützen, uns nicht die Fehler der Vergangenheitvorhalten, sondern uns gegenseitig helfen zu wachsen und uns zur Erlösungführen. Mit 17 schrieb mein Bruder (River, starb mit 23, Anm.) denText: Rettetdie Welt mit Liebe – und Frieden wird folgen.“

Wer uns weitere Vorschläge für verdiente Ökopioniere machen möchte, der kann uns diese gerne via E-Mail an [email protected] schicken.

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