Hautfarbe soll darüber entschieden haben, wo man arbeiten darf

Nachdem Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (39) der königlichen Familie im Interview mit Oprah Winfrey bereits Rassimus vorgeworfen haben, will der britische “Guardian” nun aufgedeckt haben, dass es bei Hofe tatsächlich eine entscheidende Rolle gespielt hat, welche Hautfarbe man hat.

„Es war nicht üblich, farbige Immigranten oder Ausländer im königlichen Haushalt für Büroaufgaben einzustellen"

Im Nationalarchiv entdeckte Dokumente sollen belegen, dass der Buckingham-Palast nichtweiße Einwanderer oder Ausländer bis “weit in die Sechziger Jahre” hinein lediglich als Haushaltshilfen eingestellt hat. “The Guardian” berichtet, dass der oberste Finanzverwalter von Königin Elisabeth II. (95) Beamte 1968 sogar schriftlich über diese Regelung informierte und zitiert ihn wie folgt: “Es war nicht üblich, farbige Immigranten oder Ausländer im königlichen Haushalt für Büroaufgaben einzustellen. Es war ihnen aber erlaubt, im Haushalt tätig zu sein.”

Es ist nicht klar, wann diese Regelung ihr Ende fand. Auf Anfragen der Zeitschrift wollte sich der Buckingham Palast nicht äußern, verwies aber darauf, dass in den Neunzigern Menschen mit Migrationshintergrund am Hof gearbeitet haben. Frühere Aufzeichnungen zu den ethnischen Hintergründen der Mitarbeiter liegen angeblich nicht vor.

In den Siebzigern waren in Großbritannien Gesetze zur ethnischen und sexuellen Gleichberechtigung erlassen worden. Laut “The Guardian” soll die Queen in den letzten 40 Jahren davon aber ausgenommen gewesen sein. Laut des Buckingham Palastes soll es am Hofe ein separates Verfahren geben, um Beschwerden über Diskriminierung zu behandeln. Für weibliche Angestellte und Mitarbeiter, die ethnischen Minderheiten angehören, bedeutete dies allerdings, dass sie sich bei Diskriminierung nicht an ein Gericht wenden konnten – und können.

Im Video: Prinz William wehrt sich nach dem Oprah-Interview gegen Rassimus-Vorwürfe



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