Bislang unterschiedliche Regelungen in jedem Bundesland

Die Rufe nach strengeren, bundeseinheitlichen Kontaktbeschränkungen werden lauter. Der Grund: Neben den Reise-Rückkehrern sind private Partys und Familienfeiern Hauptursache für die wieder stark zunehmende Zahl an Infektionen mit dem Corona-Virus Sars-CoV-2. In den Bundesländern gelten für Feiern bislang recht unterschiedliche Regelungen und Obergrenzen.

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Spahn: Strengere Regeln, um einen Lockdown zu verhindern

Ein Leben ohne Feiern und Partys – für viele undenkbar. Zurecht! Der Mensch ist ein geselliges Wesen, die allermeisten Menschen brauchen solche Ereignisse, um glücklich zu sein. Doch während einer Virus-Pandemie können solche Zusammenkünfte nur unter Einhaltung von strengen Regeln stattfinden. An die sich viele leider nicht halten.

Vergangene Woche stimmte Gesundheitsminister Jens Spahn die Deutschen deshalb schon darauf ein, was wohl bald wieder kommen könnte: Um einen zweiten Lockdown zu vermeiden, könnte es künftig wieder engere Grenzen für private Feiern geben. Spahn bekam für seinen Vorstoß viel Zustimmung aus Medizin und Wirtschaft.

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Bundeseinheitliche Regeln als Vorbereitung auf Herbst und Winter

Der Ärzteverband Marburger Bund unterstützt das Vorhaben von Jens Spahn: “Um die Ansteckungsrisiken auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder bald auf einheitliche Regeln für private und öffentliche Feiern aller Art verständigen”, sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften.

Das muss ich bei meiner privaten Party beachten – das sind die derzeitigen Regelungen in Ihrem Bundesland!

Hygieniker warnt ebenfalls vor Familienfeiern

Doch wie hoch ist das Risiko wirklich, sich auf einer Familienfeier mit Corona zu infizieren? Der Hygieniker Dr. Georg-Christian Zinn forderte bereits im Mai dazu auf, das eigene Handeln bei Treffen mit Freunden oder Angehörigen immer wieder zu hinterfragen: “Wir müssen immer wieder überlegen: Wie nah muss ich wirklich an andere herangehen? Muss ich wirklich ganz viele Leute treffen? Muss ich in ein enges Lokal gehen oder reicht nicht auch der Außenbereich?” Soziale und Familien-Kontakte seien wichtig, so Zinn im Mai. “Aber halten Sie Abstand, gerade wenn es sich um ältere oder wirklich empfindliche Familienmitglieder handelt.” Das Tragen einer Maske während des Treffens biete dann zusätzlichen Schutz für alle Beteiligten. Die aktuelle Lage schätzt Dr. Georg-Christian Zinn im Video ein:


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