Leibarzt: Trump geht es "sehr gut"

Wie ernst ist die Corona-Erkrankung des US-Präsidenten? Nicht nur die Amerikaner sind besorgt, nachdem auch aus dem Umfeld des mächtigsten Mannes der Welt immer mehr Infektionen bekannt werden. Schuld daran könnte eine Veranstaltung im Weißen Haus sein. Donald Trump wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Ihm gehe es “sehr gut”, teilte sein Leibarztes Sean Conley mit.

So wird Donald Trump behandelt

Der Präsident werde unter anderem mit dem Medikament Remdesivir behandelt, er benötige keine Sauerstoffzufuhr, schrieb der Arzt wenige Stunden nachdem Trump mit einem Hubschrauber ins Militärkrankenhaus Walter Reed nördlich von Washington geflogen worden war. Der selbst twitterte: “Es läuft gut, denke ich! Ich danke euch allen. Liebe!!!!”

Wie lange Trump im Krankenhaus bleiben muss, ist unklar. Das Weiße Haus sprach von ein paar Tagen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wird Remdesivir gemäß Zulassung in der EU über insgesamt fünf bis maximal zehn Tage verabreicht. Eine engmaschige Überwachung sei notwendig.

Mediziner sehen Medikament Remdesivir kritisch

Dass Trump in die Klinik gebracht wurde, sei eine Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte. Der Präsident habe eine erste Dosis Remdesivir eingenommen und ruhe sich aus, teilte der Leibarzt mit. Zudem nehme er Zink, Vitamin D, das Magenmittel Famotidin, das Schlafhormon Melatonin und Aspirin ein.

Mediziner sehen Remdesivir, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt wurde, nicht als Allheilmittel bei einer Covid-19-Erkrankung, oft aber als hilfreich. Nach Angaben des Herstellers kann es das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern Zudem sei Trump eine Dosis eines Antikörper-Cocktails verabreicht – eine experimentelle Behandlungsmethode. Er weise Ermüdungserscheinungen auf, weitere Details zu seinen Symptomen gab es nicht.

Präsidenten-Berater: „Das ist ernst“

US-Medien berichteten am Freitag aber auch von Fieber. “Das ist ernst”, sagte ein namentlich nicht genannter Präsidenten-Berater dem Sender CNN. Der Präsident habe demnach auch Schwierigkeiten beim Atmen.

Die angesehene Zeitung “Washington Post” bezeichnete den Gesundheitszustand des Präsidenten als “dringliche öffentliche Angelegenheit.” Die Amerikaner müssten wissen, “ob es Mr. Trump gut genug geht, um Entscheidungen von enormer Bedeutung zu treffen, auch solche, bei denen es um die nationale Sicherheit geht.”

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Sechs Infizierte in Trumps direktem Umfeld

Aus Trumps Umfeld werden inzwischen immer mehr Infektionen bekannt. In den Tagen vor seinem positiven Test reiste der Präsident viel und hielt sich in der Nähe Dutzender Menschen auf. In den Fokus gerät insbesondere eine Veranstaltung im Garten des Weißen Hauses vor einer Woche, als Trump die konservative Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den freien Posten am Obersten Gericht der USA vorstellte.

Dort versammelten sich auf engem Raum mehr als 100 Menschen, auf Fotos und Videos ist zu sehen, dass wenige Masken trugen oder Abstand hielten. Laut dem Fernsehsender CNN umarmten sich Teilnehmer oder schüttelten sich die Hände. Bei mindestens sechs der Anwesenden fielen seitdem Corona-Tests positiv aus.

Video: Ehepaar Trump mit Corona infiziert


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