Malta erkennt Kreuzimpfung nicht an

Wer eine Kreuzimpfung erhalten hat, gilt im Ausland möglicherweise nicht als “vollständig geimpft”. Malta hat nun als erstes europäisches Land bekannt gegeben, dass es Kreuzimpfungen nicht anerkennt, wie die Tourismus-Fachzeitschrift “fvw” berichtet. Könnte das auch für andere Länder gelten? Und was heißt das für betroffene Personen und ihren Urlaub?

Was gilt für die restlichen EU-Staaten?

Viele Mitgliedstaaten der EU haben ihre Einreiseregelungen für “vollständig geimpfte” Personen bereits erleichtert. Als geimpft gilt man allerdings nur, wenn einer der vier in der EU zugelassenen Impfstoffe verabreicht wurden (AstraZeneca, Biontech, Johnson & Johnson und Moderna). Sofern Reisende also einen ausreichenden Impfschutz nachweisen können, brauchen sie (für die meisten Länder) auch keinen Test mehr bei der Einreise. Da die Europäische Union Mitte Juni zudem beschlossen hat, dass Personen, die eine Kreuzimpfung erhalten haben (auch als Mix-and-Match-Impfung bezeichnet), als “vollständig geimpft” zählen, gelten die Einreiseerleichterungen auch für sie.

Ist ein Urlaub in der Türkei mit einer Kreuzimpfung möglich?

Da in der Türkei bislang hauptsächlich andere Impfstoffe zugelassen wurden (Biontech, Sputnik V und Sinovac), sind die Informationen darüber, mit welchem Impfstoff man im Land als “vollständig geimpft” gilt, nicht eindeutig. Auf unsere Anfrage beim türkischen Fremdenverkehrsamt lautet die Antwort: “Die Türkei differenziert bei den Einreisebestimmungen nicht in Bezug auf den Hersteller des Vakzins. Dementsprechend sind auch Personen mit einer Kreuzimpfung denen gleichgestellt, die mit demselben Vakzin geimpft worden sind.” Das ermögliche Urlaubern die Einreise auch ohne Test.

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In welchen Ländern könnte es noch zu Problemen kommen?

Weil noch nicht ausreichend Daten für potenzielle Risiken vorliegen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine Empfehlung für Kreuzimpfungen ausgesprochen. Die Länder, die sich entsprechend den Empfehlungen der Organisation verhalten, könnten sich demnach noch für einen anderen Umgang mit Kreuzimpfungen entscheiden, wie t-online berichtet. Nach neuen Studien sei die Immunantwort einer Kreuzimpfung jedoch besonders hoch.

Was passiert, wenn eine Kreuzimpfung nicht anerkannt wird?

Wenn Kreuzimpfungen in einem Staat nicht anerkannt werden, gelten betroffene Personen dort als “nicht geimpft”. Dann greifen die Einreiseregelungen, die das Land für Personen ohne Impfung vorsieht (insofern unterschiedliche Regeln für Geimpfte und Ungeimpfte/Genesene gelten). In der Regel ist dann ein negativer Coronatest (PCR- oder Schnelltest) oder eine Quarantäne erforderlich. Über aktuelle und offizielle Bestimmungen informiert das Auswärtige Amt. (lma)



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