Zauberhafte Untermieter: Wenn ein Wichtel im Dezember einzieht

Weihnachten ist nicht nur die schönste, sondern auch die zauberhafteste Zeit des Jahres. Doch wie gelangt der Weihnachtszauber in die eigenen vier Wände? Ganz einfach! Mit einer Wichteltür. Die Alternative zum traditionellen Adventskalender ist eine ausgefallene Idee, um Ihren Kindern die Vorweihnachtszeit mit kleinen Geschenken und lustigen Streichen zu versüßen. Aber was ist eine Wichteltür, woher kommt die Tradition und wie setzt man sie am besten um? Wir haben die Antworten.

Woher kommt der Wichteltür Brauch?

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In Skandinavien gehört sie zur Weihnachtszeit dazu, wie in Deutschland Glühwein, Lebkuchen und Adventskränze: die Wichteltür. Dabei handelt es sich um eine kleine Tür, die über einer Fußleiste angebracht und weihnachtlich dekoriert wird. Am 1. Dezember zieht hinter dieser Tür ein kleiner Wichtel ein, der eifrig bei den Weihnachtsvorbereitungen hilft, die Kinder mit Geschenken beglückt und mit Streichen auf Trab hält.

Einem dänischen Brauch zufolge wachen die kleinen Weihnachtshelfer in der Nacht über das Haus und die Menschen. Außerdem gelten sie als Assistenten vom Weihnachtsmann und Christkind. Weil sie nachtaktiv sind, bekommt man sie tagsüber nie zu Gesicht. Auch in dem amerikanischen Märchen “The Elf on the Shelf” wird ein Wichtel und eine Wichteltür beschrieben: Die Geschichte besagt, dass der Wichtel jede Nacht durch seine Tür zum Nordpol reist, um den Weihnachtsmann zu besuchen. Dem berichtet er dann, ob die Kinder auch artig waren. Bei seiner Rückkehr bringt er entweder ein Geschenk oder einen Streich mit.

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Wichteltür dekorieren: So leicht geht's

Ihre ganz persönliche Wichteltür können Sie entweder selber basteln, in ausgewählten Dekogeschäften oder online kaufen. Hier gibt es eine Reihe von Wichteltür-Sets, in denen auch schon die passende Weihnachtsdekoration enthalten ist.

Was dabei nicht fehlen sollte: eine kleine Holzleiter, die dem Wichtel über die Fußleiste hinweg hilft, ein Briefkasten, eine Fußmatte und ein kleines Lämpchen. Aber hier können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Künstlicher Schnee, ein kleines Tannenbäumchen, ein Schlitten, Schuhe und eine Bank sind andere mögliche Dekoteile.

Helferlein bei der Weihnachtsdeko und Überbringer von Geschenken

Das Hauptanliegen des Wichtels ist es für weihnachtliche Stimmung zu sorgen. So kann zum Beispiel jeden Abend eine neue Ecke im Haus weihnachtlich dekoriert werden: heute kommt der Adventskranz, morgen erstrahlt plötzlich ein Küchenfenster im weihnachtlichen Glanz und wo kommt denn nun der Weihnachtsbaum her? Der kleine Wichtel schafft nicht alles auf einmal – so wird es von Tag zu Tag weihnachtlicher und die Vorfreude auf Heiligabend gesteigert. Außerdem belohnt der Wichtel Kinder für ihr gutes Verhalten: so gibt es kleine Geschenke und Naschereien, wenn zum Beispiel das Kinderzimmer ordentlich ist. Auf diese Weise kann der Weihnachtswichtel den 24-türigen Adventskalender ersetzen.

Der Wichtel hinterlässt Spuren in der Nacht

Doch der weihnachtliche Untermieter kann nicht nur über Nacht Geschenke vor seine Tür legen, sondern auch für allerlei Schabernack sorgen. Wichtelstreiche entfachen nicht nur Weihnachtsstimmung, sondern auch gute Laune im Dezember. Gerade in Zeiten von Corona-Quarantäne und Lockdown, kann das den Tag der Kinder erheblich versüßen.

Aber vergessen Sie nicht zu beweisen, dass der Wichtel wirklich nachts unterwegs war, hinterlassen Sie ein paar Spuren. Kekskrümmel, Nussschalen, Glitzerstaub oder kleine Fußabdrücke in Kunstschnee/Mehl helfen Ihnen dabei.

Mögliche Wichtelstreiche

  • An einem Adventssonntag hat der Wichtel die Kerzen des Adventskranzes mit Karotten ausgetauscht. Ohje!
  • Der Wichtel hat in der Nacht Spielzeug der Kinder in Toilettenpapier gewickelt.
  • Mama und Papa haben plötzlich einen Schnurrbart! Der weihnachtliche Scharlatan hat den Eltern beim Schlafen Gesichtsbehaarung aufgemalt.
  • Oh Schreck: Alle Schnürsenkel der Kinderschuhe sind miteinander verknotet.
  • In einer Nacht hat der Wichtel Langeweile und versteckt Nudeln in den Jackentaschen der Kinder.
  • Wenn der Wichtel das Gefühl hat, dass noch nicht genug Weihnachtsstimmung im Haus aufgekommen ist, hinterlässt er eine Botschaft: “Heute Abend schaut die ganze Familie einen Weihnachtsfilm!”
  • Der Wichtel hat Zutaten für Plätzchen zusammengestellt: ab geht’s in die Weihnachtsbäckerei.
  • In der Nacht ist es wieder mit dem Wichtel durchgegangen: er hat auf alle Mandarinen in der Obstschale Gesichter gemalt.

Die Möglichkeiten an Streichen, Aktivitäten und Belohnungen sind endlos. Werden Sie kreativ und bescheren Sie Ihren Kleinen mal eine andere Überraschung zur Adventszeit. Sie werden Ihren persönlichen Wichtel nicht mehr missen wollen.

Um Ihren Kindern den Brauch um die Wichteltür und die Wichtel schon vor Beginn der Adventszeit näher zu bringen, würde sich Kristin Frankes Vorlesegeschichte “Weihnachten hinter der Wichteltür” an.

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