Sie ist einer der größten Stars der deutschen Schlagerszene. Im Interview mit t-online blickt Vanessa Mai auf ein erfolgreiches 2021 zurück und verrät, warum man sie trotzdem nicht im „ZDF-Fernsehgarten“ gesehen hat.

Das Jahr fing sportlich mit einem Workoutvideo an, es folgte ein neues Album „Mai Thai“, bei Instagram folgen Vanessa Mai mittlerweile weit über 900.000 Menschen und mit ihrer Single „Happy End“, die sie zusammen mit Rapper Sido aufnahm, konnte sie auf Platz 12 der Singlecharts einsteigen. Ihre bisher beste Platzierung.

Mit t-online spricht die 29-Jährige über die letzten Monate, verrät wie man am einfachsten mit Sido in Kontakt kommt und erklärt auch, warum sie nicht im Schlagerolymp des „ZDF-Fernsehgartens“ zu sehen war. 

t-online: 2021 war Ihr vielleicht erfolgreichstes Jahr. Was war Ihr Leuchtturm 2021?

Vanessa Mai: Der Song mit Sido, definitiv. Wenn man lange Musik macht, dann bekommt man ein Gespür dafür, was gut ankommen könnte, was nicht. Aber „Happy End“ war Magie. Da hat alles gepasst. Und gleichzeitig war es für mich völlig überraschend. Den Song habe ich vor einem Jahr eingesungen. Im Studio haben wir für das Demo ein paar alte Zeilen von Sido reingeschnitten und dachten, dass das super passen würde. Ich habe ihn dann einfach angeschrieben.

Klassisch SMS oder DM auf Social Media?

Tatsächlich über Instagram (lacht). Ich dachte nicht, dass er zurückschreibt.

Haben Sie lange warten müssen?

Nein, er hat sofort geantwortet. Sido ist auf einem Level, der macht nur, was er machen will. Wenn er Bock hat, macht er was, wenn nicht, dann nicht. Er war total sweet, auch wenn es etwas gedauert hat, bis er den Song eingesungen hat (lacht). Bis wir dann das Video gedreht haben, hat es dann noch mal ein halbes Jahr gedauert.

Was mir aufgefallen ist: Im „Fernsehgarten“ haben wir Sie 2021 gar nicht gesehen – trotz der Erfolge. Wieso?

Ich liebe Kiwi! Ich wäre gerne dort gewesen. Aber es hat nie gepasst. Terminlich und musikalisch. Ich finde, wenn man in so Shows geht, dann muss es auch Sinn machen. Es gab Anfragen, aber dann war es immer zu versetzt zu meinen Singles. Mir ist Transparenz wichtig und ich habe den Leuten das auch so erklärt.

Lang, lang ist’s her: Vanessa Mai und Andrea Kiewel bei einer „ZDF-Fernsehgarten“-Episode 2018. (Quelle: IMAGO / Revierfoto)

Kommt das gut an?

Ich denke schon. Mir ist es wichtig, dass man respektvoll miteinander umgeht. Ich bin mir nicht zu schade oder sonst etwas dafür. Meine Singles kamen ab Dezember, mein Album im März und die Shows starteten im Mai, da war ich aber schon wieder mit anderen Projekten beschäftigt.

Nach so vielen Jahren im Geschäft – rechnet man da noch mit so Höhen?

Nein, man kann wirklich nichts voraussagen. Ich bin noch immer ehrgeizig. Ich versuche immer positiv zu denken und arbeite für den Erfolg, gleichzeitig bin ich zufrieden mit mir. Ich bin gerade in einem Zustand, wo ich mir nicht mehr den Druck mache allem hinterherzuhusseln.

Haben Sie sich früher selbst zu viel Druck gemacht?

Manchmal schon. Ich bin ein Competition-Girl. Ich wollte schon als kleines Kind gewinnen, ich nehme es heute nur nicht mehr so ernst und versuche entspannt zu bleiben.

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Vergleichen Sie sich auch mit anderen Kollegen in der Branche?

Damit killt man sich selbst. Das möchte ich nicht machen. Natürlich passiert das mal und man denkt, dass derjenige das geschafft hat und die das … aber das sind Gedanken, die ich sofort wieder loslasse.

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