Mit seiner famosen Orgel, dem coolen Gitarren-Doppel und den klasse Vocals von Kevin Keegan betet „Atoned Deaf“ den Altar von späten 70er-Judas-Priest, Iron Maiden und Deep Purple an, packt aber eine Ladung moderner Power oben drauf. „If I lie like this, I can live like this forever / But I’ve got this demon to contend with / If I’m high like this, I’ll die like this / I don’t think I can live forever,“ singt Keegan und wurde dazu teilweise durch seinen Job als Sozialarbeiter im Rahmen der Opioid-Krise in Vancouver inspiriert.

Dead Quiet stammen aus Vancouver. Ihr drittes Werk „Truth And Ruin“ zeigt die Band auf ihrem kreativen Höhepunkt. Der mächtig gut produzierte Proto-Metal ist bereit für die Arenen dieser Welt und hat Power und Charme. Die Songs sind dramatisch, mitreißend, bezirzen durch eine famos integrierte Orgel und zollen den Hard-und-Heavy-Helden der späten Siebziger und frühen Achtziger Tribut. Man erkennt das Faible der Band für Deep-Purple-Jams, Judas-Priest-Klassiker und extremes Tony-Iommi-Worshipping. Daraus basteln „Dead Quiet“ etwas ganz Eigenes. Tolle Riffmeisterei, herzblutige Vocals und eine Balance aus Härte und Eingängigkeit, wie man sie sonst bei Bands wie Ghost findet, machen „Dead Quiet“ zu einem ganz eigenen Biest. Der charismatische Sänger Kevin Keegan war zuvor bei der Metal-Blade-Band Barn Burner. Er hat eine großartige Stimme und brilliert mit einer immensen Bandbreite. Er wurde schon 2018 als „der nächste große Stoner-Rock-Visionär“ gefeiert.

„Wir wollten ein wirklich unbarmherziges Album machen“ erklärt Keegan. „Es kommt besser auf den Punkt als „Grand Rites“, wo wir teilweise etwas ziellos waren und uns einfach zu viel Zeit nahmen. Diesmal wollten wir die Spannung für uns und die Hörer durchgehend aufrechterhalten. Ich liebe gute Hooks. Ich mag Songs, die dir den Schädel weghauen, aber zugleich im Kopf bleiben wie ein guter Pop-Track. Ich hatte ein sehr hartes Jahr hinter mir“, beschreibt Kevin Keegan die inhaltliche Motivation des Albums. „Das hat mich extrem inspiriert. Ich war in einer sehr ungesunden Beziehung. Einige meiner Freunde starben. Durch meine Arbeit habe ich die Opioid-Krise in den USA an vorderster Front erlebt. Fast die komplette Band arbeitet in Downtown-Vancouver als Sozialarbeiter.“

Foto: (c) Milton Stille

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