Die Spider Murphy Gang spielt im Innenhof des Deutschen Museums – und dessen Direktor singt auf der Bühne mit

Ausgerechnet beim sonnigen „Sommer in der Stadt“ möchte man sich einen Pullover überziehen. Es wird kühl im Innenhof des Deutschen Museums. Das ist in normalen Zeiten bei Konzerten mit der Spider Murphy Gang kein Problem. Normalerweise tanzt man wild, wenn die Spiders aufspielen.

Am Sonntag aber sitzen die Fans (jedenfalls die, die nicht gleichzeitig auch Fußball-Fans sind und das Champions-League-Finale anschauen) brav auf ihren Stühlen und können beim besten Willen nicht so mitgehen, wie sie wollen.

„In Dachau hatten wir am Freitag ein Super-Publikum“, sagt Sänger Günter Sigl denn auch sanft provozierend und ergänzt: „Ich will Euch ja nicht unter Druck setzen …“

Eine Band von Rock’n’Rollern

Dabei ist es ein sehr schönes Konzert, auch wenn man nicht richtig tanzen darf. Die Spider Murphy Gang ist eine Band von Rock’n’Rollern, und das wird auch auf ihrer verschobenen Akustik-Tour, die im April im Lustspielhaus Station machen sollte, zelebriert – mit flotten Stücken wie „Überdosis Rock’n’Roll“, „Rock’n’Roll-Schuah“ und „Johnny B. Goode“, das in einer lässig-langsamen Version gespielt wird.

„Rock Around The Clock“ hat wenige Wochen zuvor an diesem Ort erst Helge Schneider gespielt. Die Spider Murphy Gang geht bei diesem Stück aus dem Saxophon-Solo unvermittelt über in „Skandal im Sperrbezirk“, das vom Publikum natürlich schon den ganzen Abend über eingefordert wird. Das charakteristische Intro schenkt man sich durch den direkten Übergang zwischen den Titeln.

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