Sind sie eine wichtige Stütze oder verzerren sie das Bild? Der Eurovision Song Contest setzt auf ein zweiteiliges Abstimmungsverfahren: In jedem Land wählt zunächst eine kleine Jury aus Musikprofis ihre Lieblingssongs. Zusätzlich können die Zuschauer ihrem Favoriten per Anruf zum Sieg verhelfen. Seit diese beiden Schritte getrennt voneinander verkündet werden, sieht man, dass die Juroren oft am Geschmack der Fans vorbeientscheiden. ESC-Experte Irving Wolther plädierte gegenüber Promiflash für eine Abschaffung der Jurys.

“Ich glaube, die Jurys sind in erster Linie dazu da, bestimmte Wertungsentwicklungen aufzufangen”, machte Irving im Promiflash-Interview deutlich: Weil bestimmte Bevölkerungsgruppen mehr an den Ted-Umfragen teilgenommen hätten als andere, sei es zu einem verzerrten Bild gekommen, fügte er hinzu. So seien die zwölf Punkte aus Deutschland oft an die Türkei gegangen, weil die türkische Community besonders aktiv gewesen sei. Die Maßnahme mit den Expertengremien verfehle jedoch den eigentlichen Sinn der Abstimmung, meint der ESC-Fachmann: “Grundsätzlich bin ich kein Freund der Jury. Ich finde, das Publikum weiß selbst am besten, was es gut findet.”

In diesem Jahr lag der Beitrag des Schweizer Sängers Gjon,s Tears (22) nach dem Juryvoting auf dem ersten Platz. Doch das Publikum hatte einen anderen Favoriten und kürte die italienische Band M\u0026#229;neskin zum Sieger des Abends. Die Rocker aus dem Stiefelland hatten zuvor nur auf Rang vier gestanden.


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