Dr. Lonnie Smith, einer der ganz Großen im US-Jazz, ist gestorben. Der für seine Dynamik auf der Hammond-Orgel bekannte Musiker wurde 79 Jahre alt.

In dem Statement seiner Plattenfirma wird außerdem auf das Schaffen des Jazz-Musikers Bezug genommen: „Doc war einer der funkigsten und innovativsten Organisten, die jemals auf der Erde gelebt haben und wir waren stolz darauf, die fröhliche Musik dieses bemerkenswerten Mannes zu Fans auf der ganzen Welt getragen zu haben.“

Tatsächlich gilt Smith als einer der einzigartigsten Hammond-Stylisten. Der gebürtige New Yorker hatte mit seinem Musikstil Einfluss auf die goldene Ära der Orgelensembles der Sechzigerjahre. Eine Szene, die sich anfangs in afroamerikanischen Nachbarschaftslokalen etablierte – und Dr. Loonie Smith war einer der Pioniere dieser Zeit. Zu Beginn seiner Karriere wurde er für seine Arbeit im ersten Quartett des Gitarristen George Benson und anschließend für seine Beteiligung an den Gruppen des Saxophonisten Lou Donaldson gelobt.

„Musikalisch webte Smith einen weltfremden und gefühlvollen Wandteppich, der unerbittlich groovende Basslinien mit mitreißenden Melodien und Harmonien verband“, schreibt das US-Medium „National Public Radio“ in einem Nachruf zu Smith und ergänzt: „Als Bandleader und Performer hatte Smith einen temperamentvollen und viszeralen Auftrittsstil, der es ihm ermöglichte, Fans auf der ganzen Welt für sich zu gewinnen.“

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Außerhalb der Bühne galt Smith als lässig und humorvoll. So schlenderte er bei Konzerten gerne mit Turban und Tunika bekleidet auf die Bühne. Dabei hatte der Organist immer einen seiner charakteristischen Gehstöcke zur Hand. Dieses Bild wird bleiben, doch erleben dürfen es Jazz-Fans live und in Farbe nun nicht mehr. Am 28. September 2021 schloss Dr. Lonnie Smith für immer die Augen.

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