Wegen der Corona-Pandemie sind Großveranstaltungen in Deutschland bis Oktober untersagt. Wie es danach weitergeht, ist offen. Ein Konzertversuch mit Tim Bendzko in Leipzig soll Antworten liefern.

Ziel der Studie “Restart-19” ist nach Angaben der Mediziner ein mathematisches Modell, mit dem das Risiko eines Corona-Ausbruchs nach einer Großveranstaltung in einer Halle bewertet werden kann. Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

In Deutschland sind Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie noch bis mindestens Ende Oktober untersagt. Kultur und Sport leiden darunter und hoffen auf baldige Lösungen. Finanziert wurde der Großversuch von den Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Das Experiment begann am Samstagmorgen mit einem aufwendigen Check-in. Bei allen Teilnehmern wurde vor Betreten der Halle Fieber gemessen. Zudem wurden sie mit sogenannten Contact Tracern ausgestattet, die ihre Laufwege aufzeichnen sollten. Dazu wurde fluoreszierendes Desinfektionsmittel eingesetzt, um sichtbar zu machen, welche Flächen besonders oft angefasst werden. Auch der Flug der Aerosole, kleinste Partikel-Mischungen in der Luft, die das Virus tragen können, soll nachvollzogen werden.

In der regulären Anmeldungszeit ließen sich 2.210 Freiwillige für das Experiment registrieren. Doch dann gab es laut Veranstalter weitere Anfragen, so dass auch noch kurzfristige Anmeldungen möglich waren. Wie viele Menschen am Samstag tatsächlich zur Arena sind, ist zunächst unklar.

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Damit das Konzertexperiment nicht selbst zu einem sogenannten Superspreader-Event wird, müssen alle Teilnehmer in der Halle eine FFP2-Maske tragen. Zudem mussten vorab ein Corona-Test gemacht werden. Eine Gefahr für die Freiwilligen sehen die Veranstalter nicht, zumal die registrierten Infektionszahlen in der Region Leipzig/Halle derzeit sehr niedrig sind.

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