Das vielleicht letzte große Interview des am 24. April 2022 verstorbenen Austropop-Stars Willi Resetarits wird nun im Pocast „Merci Chérie“ veröffentlicht.

Unterdem Titel „Merci Chérie“ betreiben die beidenSong-Contest-Erzfans Marco Schreuder und Alkis Vlassakakis seit längerem einen eigenen ESC-Podcastaus Wien, bei dem Prominente und Expertinnen über das Musikevent plaudern. In der neuen Folge, die ab Dienstag (28. Juni)abrufbar ist, sprechen die beiden nun mit dem Filmemacher undProduzenten Kurt Mayer und den am 24. April verunglückten Willi Resetarits.

Resetarits-Interview wurde am 1. April aufgezeichnet

Diesen hatte Kurt Mayer am 1. April und somit relativ kurz vor seinemtödlichen Sturz zum mutmaßlich letzten großen Interview getroffen. Fürdie ORF-III-Produktion „Schicksalstage Österreich – DerSong-Contest-Sieg von Udo Jürgens“ hatte Mayer mit dem Musiker über dieeigene ESC-Teilnahme 1977 geplaudert, war Resetarits doch Mitglied derSchmetterlinge, die damals mit „Boom Boom Boomerang“ den vorletztenPlatz für Österreich holten. Das in der Dokumentation nur in kurzenAusschnitten veröffentlichte Gespräch ist nun in Ausführlichkeit zuerhören.

Willi Resetarits spricht über seinen ESC-Auftritt

Der stets gesellschaftspolitischengagierte Künstler spricht in keiner Weise abfällig vom musikalischenGroßevent. Zugleich nennt Willi Resetarits vor allem die „Geldlosigkeit“ alsGrund für den damaligen ESC-Einsatz der Politband Schmetterlinge -schließlich wollte man doch das Opus magnum „Proletenpassion“veröffentlichen. Dabei hebt er „Boom Boom Boomerang“ auf kein Podest:“Wir haben uns bemüht, wir haben lange gearbeitet. Es ist aber so, dass -wenn man auf Bestellung arbeitet – nicht unbedingt die besten Liederherauskommen.“

Zugleich geht Resetarits in seinen Erinnerungen weit überden Song Contest hinaus, räsoniert über die Bedeutung von Udo Jürgensfür den heimischen Pop und die Rolle von Ö3 in seiner Karriere: „Auchder Ostbahn Kurti ist schlagartig bekannt geworden dank Ö3.“

(APA/Red)

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