Eigentlich hätte das Berliner Landgericht am Donnerstag über den Songrechte-Streit der Puhdys verhandeln sollen. Doch Termin wurde kurzfristig aufgehoben.

Von einem der beklagten Bandmitglieder sei ein Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter der 16. Zivilkammer gestellt worden, sagte Gerichtssprecher Thomas Heymann. Der Antrag sei erst jetzt eingegangen.

Streit um Puhdys-Songs

In dem Streit geht es um Urheberrechte von Puhdys-Songs, darunter der bekannte “Alt wie ein Baum”. Der einstige Sänger Dieter “Maschine” Birr will mit seiner Klage erreichen, dass ihm die Rechte an den Kompositionen bestimmter Lieder allein zustehen.

1969 wurde die Kultband gegründet. (Quelle: dpa)

Hintergrund des Befangenheitsantrages ist laut Gerichtssprecher, dass ein zuvor gestellter Antrag des Beklagten abgelehnt wurde, mit dem der Termin des Zivilprozesses kurzfristig verlegt werden sollte. Ein Name wurde nicht genannt. Nun wird zunächst über den Befangenheitsantrag entschieden. Ein neuer Prozesstermin steht noch nicht fest.

“Das will ich ändern”

Vor knapp einem Jahr hatte Birr der “Berliner Zeitung” gesagt, er habe 300 Titel der Band komponiert und 218 davon geteilt. “Das heißt, ich bin nicht allein als Urheber ausgewiesen, sondern nur zusammen mit Peter Meyer oder als Teil der Puhdys. Das will ich ändern.” Er habe sich die Titel zu Hause an der Gitarre ausgedacht.

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In der DDR wurden die Puhdys zwölf Mal zur beliebtesten Rockgruppe gewählt. Trotz vieler Fans lösten sie sich 20 Jahre nach ihrer Gründung 1989 auf. Nach dem Mauerfall machten sie aber doch erfolgreich weiter. 2015 teilte dann eine der erfolgreichsten Bands aus dem Osten überraschend ihre Auflösung mit. Im Januar 2016 beendeten die fünf Musiker in Berlin vor 11.500 Fans ihre Abschiedstour.

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