Wie jeder Weltenbummler nur zu gut weiß, ist das Reisen in Zeiten vonCorona – wenn überhaupt möglich – einemühsame Angelegenheit. Das geht auch den Wiener Philharmonikernnicht anders, die derzeit touren.

Die Wiener Philharmoniker befinden sich derzeit auf einer ausgedehnten Konzerttourneedurch Japan, Korea und Ägypten mit Riccardo Muti. Diepandemischen Sicherheitsvorkehrungen sind enorm – wie das Interesse desPublikums, waren doch laut Philharmonikern etwa die Konzerte in Japan binnen sechs Minuten ausverkauft.

Kein Kontakt zu Personen außerhalb: Wiener Philharmoniker reisen in „Blase“

„Maestro Muti und die Wiener Philharmonikerbefinden sich in einer Blase, das heißt, wir werden alle 2, 3 Tage PCRgetestet und haben keinen Kontakt zu Personen außerhalb der Blase“,umreißt Philharmoniker-VorstandDaniel Froschauer gegenüber der APA das Konzept für das Orchester, dasam 31. Oktober aus Wien abgeflogen ist. Nach dem Konzertreigen inNippon, der neben der legendären Suntory Hall von Tokio auch Auftrittein Nagoya, Himeji und Osaka umfasste, sind die Philharmoniker mittlerweile in Seoul gelandet.

Am Donnerstag geht es weiter nach Ägypten, wo der mutmaßliche Höhepunkt der Reise folgen wird, ist hier doch am Samstag (20. November) das Eröffnungskonzert einer neuen Konzerthalle in jenem Kunst- und Kulturareal angesetzt, das sich in der neuen Verwaltungshauptstadt am Rande der ägyptischen Metropole Kairo befindet. Hier wird man die neue Ära mit Mozart, Schubert und nicht zuletzt dem Strauß’schen „Kaiser-Walzer“ einläuten.

Relativ gelassen bei Herausforderungen der Tour

Allzu aufgeregt sind die erfahrenen Philharmoniker vor solch einem besonderen Auftritt aber nicht, unterstreicht Froschauer: „Wir sind es gewöhnt, sehr schnell auf die Akustik eines Saals einzugehen. Wir probieren vor jedem Konzert im Saal, um die Feinheiten auszuloten.“

Zur wirtschaftlichen Bedeutung der Asientournee für das Orchester möchten die Philharmoniker traditionell keinen Kommentar abgeben. „Die Begeisterung und Dankbarkeit des Publikums berührt unsere Herzen, und wir sind bereit, alles dafür zu tun“, unterstreicht man allerdings.

Wiener Philharmonikerball 2022: Kann das Event stattfinden?

Eine andere,nicht unwesentliche finanzielle Frage kommt auf das Orchester auch nachder Rückkehr in die Heimat am kommenden Montag zu: Kann dertraditionelle Wiener Philharmonikerball, der für 20. Jänner angesetztist, angesichts der pandemischen Lage 2022 stattfinden? Noch hofft man.“Wir warten derzeit die behördlichen Bestimmungen ab. Bis Mitte Dezembermüssen wir uns entscheiden“, so Froschauer.

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(APA/Red)

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