Alle wussten, dass es möglich ist, doch am Ende hat wohl niemand wirklich damit gerechnet: Boris Becker, 54, muss eine Haftstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten in einem Londoner Gefängnis absitzen. Am gestrigen Freitag, den 29. April 2022, gegen 16:40 Uhr fällte Richterin Deborah Taylor ihr Urteil, das für schockierte Reaktionen in der Öffentlichkeit sorgte. Doch wie reagierte Boris selbst auf die Entscheidung der Richterin?

Boris Becker unternahm eine Abschiedstour

Generell wirkte Boris Becker an diesem Tag mitgenommen und angespannt. In den Tagen zuvor unternahm der ehemalige Tennisspieler eine Art Abschiedstour von seinen Liebsten, wurde zusammen mit seiner Ex-Frau Lilly Becker, 45, und dem gemeinsamen Sohn Amadeus Benedict, 12, gesehen, besuchte und umarmte eine unbekannte Frau im Londoner Stadtteil Notting Hill und verbrachte natürlich Zeit mit seiner Freundin Lilian de Carvalho Monteiro.

Am Tag des Urteils kaufte Boris noch Blumen, vielleicht ein letztes Geschenk für seine Lebensgefährtin. Als Boris dann wenig später zusammen mit Lilian und seinem ältesten Sohn Noah, 28, das Gerichtsgebäude betrat, hatte er eine Sporttasche dabei, wahrscheinlich für den Fall der Fälle. Und tatsächlich trat dieser für Becker tragische Fall ein: Er muss die Haftstrafe sofort antreten.

Schneller Abgang aus dem Gericht

In dem Moment, als er davon erfuhr, soll sein Kopf laut einem "Bild"-Reporter "hochrot angelaufen" sein, der Blick sei starr nach vorne zur Richterin gerichtet gewesen. Als die Urteilsverkündung vorbei war, habe er sich die Schnürsenkel seiner Turnschuhe zugebunden, sei aufgestanden, habe seine Tasche genommen und schnell aus dem Seiteneingang gegangen.

Anschließend wurde Boris Becker in einen Sicherheitstrakt des Southwark Crown Courts gebracht, bevor ihn ein weißer Transporter höchstwahrscheinlich in das Gefängnis Wandsworth fuhr. Angeblich durfte sich Becker nach der Urteilsverkündung nicht mehr von seiner Freundin und seinem Sohn verabschieden.

Verwendete Quellen: bild.de, focus.de

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