Drei Nächte hat Boris Becker, 54, nun schon im Gefängnis Wandsworth verbracht. Am vergangenen Freitag (29. April 2022) wurde der ehemalige Tennisspieler vom Southwark Crown Court in London zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Becker wurde direkt nach dem Urteil in einen Sicherheitstrakt des Gerichtes gebracht, bevor ihn ein weißer Transporter in das Gefängnis Wandsworth fuhr. Angeblich durfte sich Becker nach der Urteilsverkündung nicht mehr von seiner Freundin und seinem Sohn verabschieden. Doch wo genau befindet sich Boris Becker nun und wie geht es ihm?

Boris Becker geht es gut

"He is ok" (dt. "Es geht ihm gut") soll ein Mitarbeiter des Gefängnisses zu "Bild" gesagt haben. Das Gefängnis Wandsworth ist mit einer Kapazität von circa 1416 Strafgefangenen das zweitgrößte Gefängnis in Großbritannien und liegt nur knapp vier Kilometer vom "All England Lawn Tennis and Croquet Club" in Wimbledon entfernt – dem Ort, an dem Boris Becker damals mit 17 Jahren als erster Deutscher und jüngster Sieger überhaupt das Grand-Slam-Turnier gewann.

Doch wer jetzt denkt, Becker könnte dort einfach nur seine Zeit absitzen und bekomme einen Sonderstatus, der irrt sich. Er soll laut "Bild" aber unter "High Profile" eingestuft worden sein, was bedeutet, dass er besonders risikogefährdet ist und in einem gesonderten Teil untergebracht wird, um ihn vor Angriffen vor anderen Häftlingen zu schützen.

Knallharte Wärter im Gefängnis Wandsworth

Das Gefängnis trägt den Spitznamen "Screws Jail" (dt. Wärterknast), weil es für seine knallharten Wärter bekannt ist. Unter den Häftlingen soll Gewalt und Drogenmissbrauch herrschen. Wandsworth besteht aus zwei Gebäudekomplexen. In dem Hauptgefängnis, in dem sich Becker höchstwahrscheinlich befindet, gibt es Einzel- und Mehrbettzimmer. Teilt man sich zu zweit eine Zelle, soll diese lediglich 6,5-Quadratmeter groß sein. Zusammen mit Sexualstraftätern muss Boris Becker aber nicht seine Zeit verbringen, diese sollen in einem gesonderten Bereich untergebracht sein.

Telefonanrufe und Besucher sind begrenzt erlaubt

Wie "Bild" erfahren hat, wurde Boris Becker nach seiner Ankunft in Wandsworth zunächst kontrolliert und musste seine Häftlingskleidung anlegen. Anschließend durfte er als Neuankömmling einen Anruf tätigen. "Wenn ein Gefangener zum ersten Mal in Wandsworth ankommt, kann er ein Familienmitglied telefonisch kontaktieren. Dies kann je nach Ankunftszeit ziemlich spät am Abend sein", teilte die Gefängnisleitung mit.

Wenn Boris Becker in Zukunft telefonieren will, darf er aber nicht selbst bei jemanden anrufen, sondern muss von Personen, die auf der Anrufliste stehen, angerufen werden. Besuch darf er natürlich zukünftig auch empfangen, doch dieser muss vorher angemeldet werden. Die vergangenen zwei Tage musste Boris Becker zumindest ohne Besuche verbringen, denn diese sind an Wochenenden nicht erlaubt.

Verwendete Quellen: bild.de, vip.de, wikipedia.org

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