Zehn Monate auf Bewährung gibt es für den Besitz von Kinderpornografie. Zumindest im Fall von Fußballer Christoph Metzelder. Charlotte Würdig ist sauer. Und nennt Justizministerin Lambrecht eine Lügnerin.

Grundlage für diese Aussage ist, dass Würdig vor gut einem Jahr in einer Online-Talkshow mit der Ministerin über härtere Strafen für Täter in Fällen von Kindesmissbrauch und Kinderpornografie gesprochen hat. Lambrecht versprach härteres Durchgreifen. Das Metzelder-Urteil lässt Würdig jedoch aus allen Wolken fallen. “Frau Lambrecht, Sie versprachen bei ‘Jetzt reden vier’, dass bis Ende 2020 ein neues Gesetz für mehr Gerechtigkeit bei den Opfern/Kindern verabschiedet wird. Die Strafen, auch ‘nur’ für das Vertreiben oder den Konsum von Pornographie mit missbrauchten Kindern, merklich erhöht, ja, endlich angepasst werden. Leidenschaftlich haben wir alle diskutiert. Ich glaubte Ihnen.”

“Können Sie mit gutem Gewissen einschlafen?”

Doch das recht milde Urteil für den Ex-Kicker macht Würdig sauer. Ihr sei aufgrund des Falles schlecht, sie kriege Herzrasen und hätte Tränen in den Augen. Ihrer Wut lässt sie freien Lauf und attackiert Lambrecht in dem Posting scharf. Wäre es Ihr Sohn, der auf den Fotos und Videos war, würden Sie dieses Gesetz immer noch so handhaben? Wären Sie immer noch stolz auf das, was Sie in einem Jahr umgesetzt haben? Können Sie heute Abend mit gutem Gewissen und all den Lügen einschlafen? Mein Fazit des Tages: Sie haben uns allen ins Gesicht gelogen und sind somit eine wahre Lügnerin!”

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Für ihren Wutausbruch kriegt die Mutter von zwei Söhnen viel Zuspruch. “Wahre Worte”, schreibt eine Userin in die Kommentare. “Dem ist nichts mehr hinzuzufügen” oder “Danke für diesen Post” tippen andere darunter.

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