Clueso: Sechs Wochen in psychiatrischer Kinderklinik

Clueso spricht über seine schwierige Kindheit und Jugend.

Der Musiker mag heute einer der gefragtesten Künstler Deutschlands sein, doch in frühen Jahren sah kaum jemand Potenzial in ihm.

Dies verrät der Star nun im Gespräch mit dem ‚DB Mobil‘-Magazin. Demnach habe seine überschüssige Energie ständig für Probleme gesorgt. „Ich bin überall angeeckt, aber keiner hat gecheckt, dass da eine Energie ist, die kanalisiert werden wollte, und ich nur das Ventil nicht gefunden habe. Ich hätte Lehrer gebraucht, die mir zuhören, die Ideen haben, was ich machen könnte“, kritisiert der 41-Jährige. „Stattdessen war ich einfach nur sch**** auffällig und bin irgendwann in eine Klinik gekommen.“ In der psychiatrischen Kinderklinik sei er insgesamt sechs Wochen gewesen.

Aufgewachsen ist der Rapper südlich von Erfurt. Den Mauerfall erlebte er als Neunjähriger durch eine ganz andere Linse. Plötzlich habe er viel mehr Freiheiten gehabt. „Die Erwachsenenwelt war krass mit sich beschäftigt, sogar die Polizei hatte anderes zu tun, als auf uns zu achten. Auf einmal war die ganze Stadt ein einziger Spielplatz“, offenbart Clueso.

Als angehender Rapper habe er jedoch Probleme gehabt, in Ostdeutschland angenommen zu werden. „Es war in den ostdeutschen Innenstädten überhaupt kein Problem, als Neonazi aufzutreten – Shirts mit Logos von rechten Bands oder von Marken wie Thor Steinar und Lonsdale, Springerstiefel, weiße Schnürsenkel“, deckt der ‚Flugmodus‘-Interpret auf. „Und wir Hip-Hopper sind dann von den Nazis durch die Stadt gejagt worden.“

BANG Showbiz

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