Dreimal pro Woche Therapie: Wie Bushido seine Vergangenheit bewältigt

Erlebtes mit professioneller Hilfe verarbeiten

Rapper Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferichi machen sich bereit für die Ankunft ihrer drei Mädchen. Für den reibungslosen Ablauf bei der Geburt soll ein dreiköpfiges Ärzteteam sorgen. Doch die anfängliche Sorge um die Drillinge hat bei dem 43-Jährigen Spuren hinterlassen. Zudem setzt ihm seine Vergangenheit mächtig zu. Das Erlebte versucht Bushido, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, regelmäßig in Therapiesitzung aufzuarbeiten.

Bushido: „Das nagt an mir“

„Ich gehe dreimal die Woche zur Therapie. Da gibt es richtig viel aufzuarbeiten“, sagte er in einem gemeinsamen Interview mit seiner Frau Anna-Maria im Talk mit dem TV-Sender Bild. Da wäre zum einen seine Kindheit ohne Vater. Als Bushido drei Jahre alt war, verließ dieser ihn und seine Mutter. Schwer auf der Seele liegt dem Familienvater aber noch eine ganz andere Sache. Der 43-Jährige macht sich Vorwürfe, durch die frühere Geschäftsbeziehung zum polizeibekannten Abou-Chaker-Clan seine Familie in Gefahr gebracht zu haben. „Ich habe diese Leute, diese Entourage und diese Kultur, die ein Stück weit Hinterwäldlern entspricht, die habe ich in ihr Leben gebracht“, so Bushido. „Das nagt an mir.“

Bushido ist Nebenkläger im laufenden Prozess gegen den Clanchef, in dem auch seine Ehefrau bereits als Zeugin gehört wurde. Es geht um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil Bushidos. Seit fast drei Jahren stehe die Familie unter Polizeischutz. Das habe vieles verändert. Früher habe er Songtexte geschrieben und sich über die Polizei lustig gemacht. Heute passe das Landeskriminalamt auf ihn und seine Familie auf. „Die sorgen dafür, dass wir keine Angst haben.“ Seit drei Jahren halte er sich an jede Regel, betonte der Musiker. Er parke nicht einmal mehr falsch. „Ich will keinen Stress mehr.“ (abl/dpa)

Im Video: Bushido streicht das Kinderzimmer

So bereitet sich Bushido auf die Drillinge vor


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