Faire Bezahlung gefordert! Protest vor Anna Wintours Haus

„Condé Nast“-Mitarbeiter fordern faire Bezahlung

„Prestige kann man nicht essen!“ Dieser wütenden Appell richtet sich an „Vogue“-Chefin Anna Wintour (71). Dienstagabend versammelte sich eine Gruppe von „Condé Nast“-Mitarbeitern vor ihrem schicken Stadthaus in Greenwich Village. Die Aktion war Teil eines Gewerkschaftskampfes, in dem es unter anderem um fairere Bezahlung geht.

„Es ist nicht akzeptabel, das Privathaus einer Person anzugreifen“

Die Protestaktion von Mitarbeitern bei „The New Yorker“, „Pitchfork“ und „Ars Technica“ wurde von der Gewerkschaft „New Yorker Union“ organisiert, die 2018 gegründet wurde. Sie fordert nicht nur eine fairere Bezahlung, sondern auch eine bezahlbare Gesundheitsversorgung und eine bessere Work-Life-Balance.

Alle Titel werden vom internationalen Medienunternehmen Condé Nast herausgegeben. Dessen globaler Chief Content Officer (CCO) ist seit Dezember 2020 Anna Wintour, weshalb sie zu einer Zielscheibe der Protestaktion wurde. Ihre private Adresse in New York war vorab online veröffentlicht worden.

Laut „Page Six“ zeigte sich Condé Nast über den geplanten Streikposten vor Annas Haustür bereits im Vorfeld empört. Kaum war von der „New York Union“ dazu per Flugblättern aufgerufen worden, sollen die „Condé Nast“-Bosse Mails an die Mitarbeiter verschickt haben, in denen es hieß: “Während wir das Recht unserer Mitarbeiter, sich zu organisieren, respektieren und unterstützen, ist es nicht akzeptabel, das Privathaus einer Person anzugreifen und dessen Standort öffentlich zu teilen. ‘Condé Nast’ ist der Sicherheit aller seiner Mitarbeiter verpflichtet und wir nehmen diese Situation ernst. In einer Zeit, in der Journalisten persönlich angegriffen, belästigt und wegen ihrer Arbeit ins Visier genommen werden, ist es einfach unverantwortlich, einen Kollegen in eine solche Lage zu bringen.” (csp)

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