Bei den „Men of the Year“-Awards von „GQ“ wurde der Rapper ausgezeichnet. Im Gespräch mit t-online erzählt Marteria, ob er sich selbst als Gentleman sieht und welche positive Entwicklung er im Hip Hop beobachtet.

Am Donnerstagabend wurden in Berlin die „GQ“-„Men of the Year“-Awards 2021 verliehen. Dabei gingen Preise sowohl an Männer als auch an Frauen. Vor der Verleihung ging es auf dem roten – oder besser: schwarzen – Teppich besonders elegant zu. Die Herren kamen im Smoking, die Damen im Abendkleid. Für Rapper Marteria ein eher seltener Look, wie er am Rande der Veranstaltung sagte.

Marteria wurde von „GQ“, also dem Magazin „Gentlemen’s Quarterly“, als Musiker des Jahres ausgezeichnet. Aber ist der 38-Jährige auch ein Gentleman? „Das ist schwierig, das von sich selbst zu sagen. Das sollte eigentlich jemand anders beurteilen“, erklärt Marteria im Gespräch mit t-online. Ihn selbst nerve es sogar „zu sagen, ich habe ein geiles Album gemacht“. Auch hier läge die Beurteilung bei anderen Leuten. 

„Total wichtige Entwicklung, dass Frauen immer stärker werden“

Marteria findet: „Es ist eine total wichtige Entwicklung, dass Frauen immer stärker werden in vielen Bereichen.“ Dass dies tatsächlich der Fall sei, merke er auch in der Musik, so der Rapper weiter. Denn: „Vor zehn Jahren hatten wir in der kompletten deutschen Hip-Hop-Szene vielleicht ein, zwei Frauen. Jetzt sind es locker zehn, zwanzig oder dreißig bekannte Künstlerinnen. Das ist schon ziemlich cool und ziemlich wichtig, dass das immer ausgewogener wird.“

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Was Gespräche und Diskussionen über Gleichberechtigung angeht, so ist Marteria, der bürgerlich Marten Laciny heißt, der Ansicht, dass es „am besten wäre, wenn es diese irgendwann gar nicht mehr geben müsste“. Denn Gleichberechtigung „sollte ganz normal, ganz natürlich sein“. Eines fügt Marteria dann noch hinzu: „Frauen sind trotzdem das stärkere Geschlecht. Sie sind krasser und halten mehr aus. Genau das geben Männer oft nicht zu. Aber ich glaube, das ändert sich gerade.“

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