Greatest-Hits-Album: James Blunt findet einen seiner Songs "furchtbar"

"The Stars Beneath My Feet"

Mit „Love under Pressure“ und „Unstoppable“ hat James Blunt (47) bereits zwei Vorboten auf sein neues Album „The Stars Beneath My Feet“ (Veröffentlichung am 19. November) geliefert. Ein Greatest-Hits-Album, das 26 seiner größten Hits, darunter Live-Performances, und vier neue Songs auf einer Platte vereint. Die Idee für das Album sei ihm während der Pandemie gekommen, erzählt der Brite im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Außerdem verrät er, welchen seiner Songs er nicht mehr gerne hört oder performt.

James Blunt: Ich glaube, die meisten Musiker machen es wie ich: Wir warten auf eine Pandemie. (lacht). Es ist eine gute Zeit, zurückzuschauen. Ich war 17 Jahre lang ständig auf Tour. Als die Pandemie im März 2020 startete, musste ich meine Tour in Deutschland unterbrechen, nach Hause fahren und habe reflektiert. Ich konnte sehen, was in der Vergangenheit war, meine liebsten Momente und Aufnahmen sammeln. Ich habe das Album am meisten für mich selbst aufgenommen.

Blunt: „The Stars Beneath My Feet“ ist eine Songzeile aus einem meiner Lieblingslieder, „Same Mistake“. Wenn ich den Song vor einem Publikum performe, bitte ich sie immer, ihre Handylampen anzustellen. Wenn die Lichter angehen, sehen die Menschen aus wie „The Stars Beneath My Feet“ (dt. „die Sterne unter meinen Füßen“).

Blunt: Es gab so viele Sachen, über die ich schreiben wollte. Die Hauptsingle „Love Under Pressure“ ist wahrscheinlich mein Favorit der vier neuen Lieder. Ich hatte die Klaviermusik bereits geschrieben, dann war ich in einem Zoom-Call mit Jack Savoretti (englischer Popmusiker, Anm. d. Red.), ein fantastischer Musiker. Ich habe ihm den Klavierteil vorgespielt und wir sprachen über die Belastung des Lockdowns, Brexit, Visa-Probleme und so weiter. So kam der Song „Love Under Pressure“ zustande.

Blunt: Ich habe den Lockdown größtenteils in meiner zweiten Heimat Ibiza verbracht und dort die Songs geschrieben, auch über Zoom. Wir haben die Songs teilweise sogar über Zoom aufgenommen!

Blunt: Ich habe meine Band angerufen, sie waren im Studio und ich zu Hause. Sie hatten die von mir geschriebene Klaviermusik vorliegen und haben mit ihren Instrumenten im Studio aufgenommen. Ein Gitarrenspieler war sogar aus Australien zugeschaltet, der Produzent aus Los Angeles. Ich habe über den Video-Call mitgesungen und den Gesang dann später nochmal in einem richtigen Studio aufgenommen. Es war eine unglaubliche Art und Weise, Musik aufzunehmen.

Blunt: Ich liebe House-Musik schon immer. Deshalb lebe ich auch in Ibiza. Ich habe schon mit vielen DJs zusammengearbeitet, wie etwa Robin Schulz, und in Nachtclubs aufgelegt. Ich liebe diese Musikrichtung wirklich. Ich schreibe meine Musik nach wie vor auf dem Klavier. Aber es macht Spaß, neue Wege zu finden, die Lieder zu produzieren.

Blunt: In der Musikindustrie gab es wirklich unglaubliche Veränderungen. Für mich ist das eine wahnsinnige Erleichterung! In einen CD-Laden zu gehen, um Musik zu kaufen, finde ich wirklich langweilig. Dass man Musik jetzt einfach online streamen kann, finde ich persönlich wirklich toll. Auch die Art und Weise, wie ich Musik schreibe und aufnehme, hat sich verändert: Früher habe ich mit meinen Alben Geschichten erzählt, das hat gut funktioniert. Jetzt stoßen die Leute eher zufällig auf einen Song, und danach direkt auf den eines anderen Künstlers. Diesen Aspekt finde ich etwas schade.

Blunt: Immer wenn ich in Italien auftrete, werde ich daran erinnert, dass mein Song „High“ dort ein Riesenhit war. Er wurde in einer Werbung genutzt und so kennt ihn wirklich ganz Italien.

Blunt: Meine eigene Musik höre ich zu Hause nicht. Wenn ich mit der Aufnahme fertig bin, habe ich den Song meistens schon zu oft gehört. Wenn ich ihn dann noch 260 Mal im Jahr live performe, will ich ihn nicht mehr hören (lacht). Es gibt einen Song, den ich immer gerne performe: „Same Mistake“, von dem auch der Albumtitel kommt.

Blunt: Ja, da gibt es einige, die ich nicht mehr so aufregend finde und von denen ich wünschte, sie würden mich nicht repräsentieren. Zum Beispiel „I’ll Be Your Man“ – den finde ich furchtbar.

Blunt: Ich war ganz glücklich darüber, zu Hause zu sein und Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Ich habe in den letzten 17 Jahren nicht so viel Zeit mit ihnen verbracht, wie ich gerne wollte. Deswegen war es für mich eigentlich sehr schön. Ich bin jetzt schon einige Male in Großbritannien aufgetreten, da es hier ja keinen Virus mehr gibt (lacht) und das war wirklich aufregend. Es war unglaublich. Ich kann es nicht erwarten, ab März auch wieder in Deutschland auf Tour zu gehen!

spot on news

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