Harry & Meghan feiern 3. Hochzeitstag: Aus dem Märchen wurde ein royales Debakel

Aus Meghans und Harrys Märchen wurde ein Drama

von Claudia Spitzkowski

Am 19. Mai 2018 gaben sich Prinz Harry (36) und die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle (39) in der „St George’s Chapel“ in Windsor das Ja-Wort. Eine echte Märchenhochzeit und scheinbar der Beweis dafür, dass wahre Liebe stärker ist als altbackene Traditionen, Vorurteile und Standesdünkel. Scheinbar. „… und sie lebten glücklich bis ans Ende aller Tage“? Nicht ganz. Denn drei Jahre später ist das Märchen vom Prinzen und der Schauspielerin vorbei und die Realität hat Harry, Meghan und uns alle eingeholt. Zum dritten Hochzeitstag blicken wir nochmal zurück auf die schönsten und schlimmsten Momente ihrer Beziehung.

2016: Verliebt, verlobt … und bald verheiratet

2016 hatte Prinz Harry sein erstes Date mit Meghan Markle, die vor allem durch die Anwaltserie „Suits“ bekannt geworden war. Im Interview mit US-Talker James Corden erinnert sich der 36-Jährige noch genau an den Moment, als er wusste, dass es ernst wird: „Beim zweiten Date fing ich an zu denken, dass dies etwas ganz Besonderes ist.“ Sechs Monate später bezeichnete Prinz Harry Meghan bereits als „seine Freundin“ und hielt mit ihr öffentlich Händchen.

Weil die negativ gelagerte Berichterstattung über die Frau an seiner Seite in der britischen Presse überhandnahm, attackierte Harry diese Art des Boulevard-Journalismus in einem offiziellen Statement als „schmutzige“ und „rassistische“ Schmierkampagne. Ritterlich und romantisch. Doch wie wir jetzt wissen, war dies der Anfang einer erbitterten Fehde zwischen dem royalen Paar und den britischen Tabloids, der noch Folgen haben würde.

2017 verlobten sich Harry und Meghan. Beim gemeinsamen Kochen hatte der Prinz um ihre Hand angehalten. Es gab Brathähnchen. Und einen selbst entworfenen Ring, in den Harry Diamanten seiner verstorbenen Mutter, Prinzessin Diana, hatte einarbeiten lassen.

2018: Traumhochzeit mit Hindernissen

Kommt er, kommt er nicht? Statt sich einfach der Vorfreude auf die Hochzeit hinzugeben, hatte Meghan in den Tagen davor mehr Stress als ihr lieb war. Ihr Vater Thomas Markle (76) sollte erst aus den USA anreisen. kam dann aber noch nicht. Angeblich, weil er einen Herzinfarkt hatte. Bei dem ganzen Hin und Her wurde schnell klar: Verwandtschaft kannst du dir nicht aussuchen. Und im Falle von Meghan ist sie sehr speziell. Im Verlauf der nächsten Jahre durfte die Welt noch nähere Bekanntschaft mit ihrer immer wütenden Halbschwester Samantha Markle (56) und dem kriminellen Halbruder Thomas Markle jr. machen. Wäre es nach Meghan gegangen, wüssten wir heute wohl noch nicht, wie zerrüttet ihre Familienverhältnisse sind.

Aber ein Hoch auf den Schwiegervater: Prinz Charles (76) sprang für Thomas Markle ein und führte die wunderschöne Braut am 19. Mai 2018 zumindest ein Stück weit bis zum Altar. Den Rest ging Meghan, ganz modern und emanzipiert, allein. Es erwartete sie ein glücklich grinsender und sichtlich nervöser Prinz, dem wir alle vor den Fernsehern ansehen konnten, wie sehr er seine Zukünftige liebt.

Nicht nur das strahlende Brautpaar bleibt unvergessen. Wir erinnern uns auch gerne an die vielen prominenten Gäste (George Clooney! Die Beckhams! Robbie Williams!), den Gospel-Chor und den überenthusiasmierten Bischof Michael Curry, dessen schmissige Rede bei der Zeremonie zwar sehr unroyal, aber umso emotionaler war.

An dieser Stelle enden Märchen üblicherweise. Das glücklich Paar reitet (oder fährt) in den Sonnenuntergang. Happy End. Für diesen Prinzen und seine Braut leider nicht.

2018: Winken und lächeln

Schon vor der Hochzeit hatte sich gezeigt, dass Meghan, nun die Herzogin von Sussex, die Herzen ihrer Untertanen im Sturm erobert hatte. Wo immer sie gemeinsam mit Harry auftauchte, brach die Menge in freudige Hysterie aus.

Auch die Queen erkannte: Die kann man losschicken. Meghan durfte mit ihr im königlichen Zug zu einem offiziellen Termin nach Cheshire reisen. Eine große Ehre. Dort verstanden sich Königin Elisabethund der Neuzugang im Königshaus offenbar blendend. Später wird sich Meghan im Interview mit Oprah Winfrey daran erinnern, wie nett die Queen zu ihr war. Sie habe mit ihr sogar eine Decke geteilt, weil es kalt war.

2019: Hurra, ein Baby!

Im Oktober 2018 verkündeten Prinz Harry und Herzogin Meghan auf einer Rundreise durch Australien, dass sie ihr erstes Kind erwarten. Am 6. Mai 2019 erblickt Archie Harrison Mountbatten-Windsor als achtes Ur-Enkelchen der Queen das Licht der Welt.

Doch auf die Freude über den Nachwuchs fallen Schatten. Dass sich Meghan und Harry dafür entschieden haben, ihre neu geborenen Sohn nicht wie alle anderen frischgebackenen königlichen Eltern vor dem Krankenhaus zu präsentieren, sorgt für Irritation.

Außerdem machen Gerüchte in den Medien die Runde, dass es zwischen den „Fab Four“, bestehend aus Prinz Harry, Herzogin Meghan, Prinz William und Herzogin Kate kriseln soll. Dann soll Meghan auch noch gezickt haben, weil sie eine bestimmte Tiara bei der Hochzeit nicht tragen durfte. Und angeblich habe Meghan Kate bei den Vorbereitungen der Trauung wegen eines Streits um die Strumpfhosen der Blumenkinder zum Weinen gebracht. Später wird Meghan diese Geschichte im Oprah-Interview anders erzählen, aber trotzdem nicht besser dabei weg kommen.

Auch der Umzug der Sussexes aus dem Kensington Palast (wo sie zusammen mit den Cambridges wohnten) ins Frogmore Cottage, scheint zu bestätigen, dass dicke Luft zwischen den jungen Prinzen und ihren Gattinnen herrscht. Zudem kostet die Renovierung von Frogmore Cottage eine Menge Geld, das teilweise der britische Steuerzahler zahlen muss. Das Image ist angeknackst.

2019: Der Krieg gegen die britische Presse ist eröffnet

Die kleine Familie reist im Oktober 2019 gemeinsam nach Afrika. Alle verlieben sich in den kleinen Archie. Und er darf sogar Erzbischof Desmond Tutu kennenlernen.

Doch in einem Interview mit dem ITV-Journalisten Tom Bradby, einem Freund von Harry, packen die jungen Royals erstmals aus, wie schwer sie es doch haben. Meghan spricht mit Tränen in den Augen über den Druck, den die Medien auf sie ausüben. Und Prinz Harry gibt öffentlich zu, dass er und Bruder William auf „unterschiedlichen Wegen im Leben“ sind.

Außerdem verkündet Harry, dass er und Meghan einige britische Klatschzeitungen verklagt haben. Unter anderem, weil sie private Briefe, die Meghan an ihren Vater geschrieben hat, veröffentlich haben. Die Klage gegen die Presse wird als als offene Kriegserklärung gewertet.

2019 / 2020: Der Megxit

Weihnachten 2019 verbringen Harry und Meghan nicht – wie es Tradition ist – mit der gesamten königlichen Familie in Sandringham. Stattdessen brennen sie schon an Thanksgiving im November nach Kanada durch. Dort feiern sie mit Meghans Mutter Doria.

Bei ihrer Rückkehr haben sie schockierende Nachrichten im Gepäck. Am 8. Januar verkünden sie, dass sie von ihren royalen Ämtern zurücktreten, finanziell unabhängig sein und in die USA ziehen wollen. Der sogenannte Megxit. Damit sollen sie sogar zunächst die Queen komplett überrumpelt haben

Bei ihrem letzten offiziellen Auftritt als Royals herrscht am Commonwealth Day im März 2020 spür- und sichtbare Eiszeit zwischen William, Harry. Kate und Meghan.

Im Video: Eisige Stimmung bei den „Fab Four“ am Commonwealth Day

Anspannung beim Treffen der "Fab Four"

2020: Grüße aus Hollywood

In den Staaten angekommen ziehen Meghan und Harry in eine Luxus-Villa in Los Angeles mit prominenter Nachbarschaft. Unter anderem Oprah Winfrey. Auf die wir gleich noch zurück kommen. Zu Harrys erstem Geburtstag am 6. Mai 2020 erfreuen sie ihre übrig gebliebenen Fans mit einem süßen Video, in dem Meghan ihrem Sohn vorliest.

Im Februar 2021 verkünden die beiden, dass sie nicht mehr nach Großbritannien zurückkehren wollen. Harry gibt alle militärischen Ehren ab und sie verzichten auf alle Schirmherrschaften. „Obwohl alle traurig über ihre Entscheidung sind, bleiben der Herzog und die Herzogin sehr geliebte Mitglieder der Familie”, schreibt der Palast.

Die „geliebten Mitglieder der Familie“ packen kurz darauf in einem Interview mit Oprah Winfrey aus. Wie schrecklich es doch im Königshaus war und wie froh sie sind, endlich frei zu sein. Von Rassimus ist die Rede. Und davon, dass einer suizidalen Meghan Hilfe verwehrt wurde. Außerdem habe man ihnen den Geldhahn zugedreht und sie hätte einen Millionen schweren Deal mit Netflix abschließen müssen, um in L.A. über die Runden zu kommen.

Das Interview ist ein Skandal. Doch wer glaubt, es kann nicht schlimmer kommen, wird schnell eines Besseren belehrt.

Im Video: Das Oprah-Interview schockt weltweit

Schock-Interview von Harry und Meghan: Die wichtigsten Aussagen

2021: Der Prinz packt aus

Zur Beerdigung seines Großvaters Prinz Philip am 17. April reist Prinz Harry zwar an, nimmt aber noch vor dem 95. Geburtstag der Queen am 21. April den Flieger zurück nach Los Angeles. Das kommt nicht gut an bei den royalen Fans. Während seiner kurzen Zeit in London soll es ihm nicht gelungen sein, seine Beziehung zu Vater Charles und Bruder William, die durch das Oprah-Interview schwer angeschlagen ist, wieder zu reparieren.

Das scheint Prinz Harry aber auch nicht zu wollen. Denn kaum ist er zurück in den USA, plaudert er im Podcast „Armchair Expert“ noch weiter aus dem royalen Nähkästchen. Dabei unterstellt er seinem Vater und seinem verstorbenen Großvater schlechte Erziehungsmethoden und vergleicht sein Leben in der Königsfamilie mit der „Truman Show“. Puh.

Nach so viel negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate dürfen wir uns jetzt aber bald zumindest auf EINE schöne Nachricht freuen: Meghan und Harry erwarten ihr zweites Kind. Ein Mädchen. Und damit schlagen wir das nächste Kapitel ihres Märchens – mit kleinen Macken – auf.

Im Video: Harry & Meghan verkünden 2. Schwangerschaft

Prinz Harry und Herzogin Meghan werden wieder Eltern!

(csp)

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