Iris Berben ist besorgt über den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland.

In einem Interview mit der „Berliner Morgenpost sagte die 70-Jährige: „Es schmerzt mich, dass eine Bewegung so laut werden kann und so laut wahrgenommen werden kann. Ich bin fest überzeugt, dass der Großteil unserer Gesellschaft sich nicht damit identifiziert. Aber da gibt es so eine Nachlässigkeit: Man selbst gehört ja nicht dazu, man weiß ja, wo man steht. Ich denke, das reicht nicht mehr.“ Deshalb appelliert die Schauspielerin an Politik und Gesellschaft, sich aktiv gegen den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland zu positionieren. Berben weiter: „Da muss man auch die Politik in die Verantwortung nehmen. Manchmal hat man ja fast das Gefühl, Übergriffe werden fast wie ein Kavaliersdelikt behandelt. Es wurde jedenfalls nicht schon sehr früh mit dem nötigen Ernst eingegriffen. Man hat dem schon viel zu viel Raum gewährt, dass sich so ein Denken ausbreiten konnte.“

Aktuell ist Iris Berben in der ZDF-Gesellschaftskomödie „Das Unwort“ über Antisemitismus an deutschen Schulen zu sehen.

Foto: (c) Florian Liedel / Deutsche Filmakademie e.V.

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