In Deutschland kommt es immer wieder zu Engpässen bei Blutkonserven. Was da hilft sind mehr Blutspenden. Jochen Schropp würde gern tätig werden. Doch als Homosexueller muss er bestimmte Auflagen erfüllen, bevor er spenden darf. 

Die UEFA entschied sich dagegen, da sie eine “politisch und religiös neutrale Organisation” sei. Gegen eine Entscheidung, die vergangene Woche in Ungarn getroffen wurde, die die Informationsrechte von Jugendlichen hinsichtlich Homosexualität und Transpersonen einschränkt, wollte man sich nicht positionieren. Zwar ist der Umgang in Deutschland mit Homo- und Transsexualität ein anderer, als beispielsweise in Ungarn, doch richtig läuft auch bei uns nicht alles. Das zeigt nicht nur das aktuelle Beispiel der UEFA. Jochen Schropp moniert nun das Blutspendeverbot in Bezug auf Homosexuelle.  

“Ich halte das Blutspendeverbot für hochgradig diskriminierend” 

Der TV-Moderator möchte gern Blut spenden, um gegen die Kapazitätsengpässe bei Blutkonserven anzukämpfen. Doch da gibt es ein Problem. “Als homosexueller Mann darf ich nur Blut spenden, wenn ich ein Jahr lang keinen Sex mit einem Mann habe”, sagt er dem Magazin “Bunte”. “Ich halte das Blutspendeverbot für hochgradig diskriminierend”, so der 42-Jährige. “Das grenzt an Irrsinn!”

Schropp, der seit 2018 mit seinem Partner zusammen ist,  kann die Argumentation in Bezug auf die Regeln zum Blutspenden nicht verstehen. “Selbst in einer monogamen Partnerschaft werde ich als Risikogruppe eingestuft”, klagt er. Im vergangenen Jahr verlobte sich Schropp mit seinem Partner. 

Auch die Entscheidung der UEFA kann Schropp nicht nachvollziehen. Auf seinem Instagram-Profil veröffentlichte der Wahlberliner ein Statement. Die Entscheidung der Organisation wird darin als “Politik gegen Menschenrechte” bezeichnet. 

  • Verbot für Regenbogenfarben an Stadion: Die Uefa kuscht vor Orbán
  • Beleuchtung des EM-Stadions: Ihre Meinung zur Regenbogenfarben-Debatte
  • Hochzeit in Südafrika: Jochen Schropp hat sich mit seinem Freund verlobt

“Für Menschenrechte einzutreten, sollte selbstverständlich sein und nicht aktiv verhindert werden”, heißt es darin weiter. Es sei außerdem jetzt Zeit, ein Zeichen für Solidarität zu setzen, so Schropp. 

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel