Marie von und zu Liechtenstein (†81): So wird die Fürstin begraben

Marie von und zu Liechtenstein wird am 28. August begraben

Liechtenstein muss Abschied von seiner geliebten Fürstin nehmen. Marie von und zu Liechtenstein ist drei Tage nach einem Schlaganfall im Alter von 81 Jahren in einem Krankenhaus im schweizerischen Grabs verstorben. Nun gibt das Fürstenhaus erste Details zum Begräbnis der Ehefrau von Staatsoberhaupt Hans-Adam II. (76) preis.

Trauer-Flaggen und respektvolle Zurückhaltung

Das Liechtensteiner Fürstenhaus verkündet, dass die Beisetzung am Samstag, den 28. August, stattfinden wird. Die Tageszeitung „Liechtensteiner Vaterland“ vermutet, dass der Gottesdienst in der Kathedrale St. Florin in Vaduz gehalten wird. Die fürstliche Gruft befindet sich nur wenige Meter südlich von dem Gotteshaus.

Außerdem gab die Regierung am 22. August bekannt, dass es eine Staatstrauer für den verstorbenen Royal geben soll, die mit der feierlichen Beisetzung enden wird. Was bedeutet das konkret für die Bewohner Liechtensteins? Die Regierung bittet die Bevölkerung, ihre Privatgebäude mit Flaggen auf Halbmaster zu setzen oder sie mit einem Trauerflor zu versehen. Das Gleiche gilt auch für öffentliche Gebäude, die außerdem mit den Landesfarben und den Farben des Fürstenhauses beflaggt werden sollen. Feierlichkeiten sollten nur mit Zurückhaltung und dem nötigen Respekt, beispielsweise in Form eines angepassten Programms oder einer Schweigeminute, stattfinden.

Wer war die Frau von Fürst Hans-Adam?

1940 wurde Marie in Prag als Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau geboren. 1945 musste sie mit ihrer Familie aus der damaligen Tschechoslowakei fliehen. In Deutschland fanden sie ihr neues Zuhause. Marie studierte, machte ihr Diplom und verliebte sich in den Erbprinzen Hans-Adam von und zu Liechtenstein. Die Hochzeit mit ihrem fünf Jahre jüngeren Cousin zweiten Grades fand am 1967 statt. Das Paar bekam vier Kinder und mittlerweile haben sie sogar 15 Enkelkinder. 2004 übertrugen sie die Regenschaft an ihren ältesten Sohn Alois.

Die Fürstin war aber nicht nur die langjährige Ehefrau des Regenten und Mutter, sondern auch sozial aktiv. So war sie Ehrenpräsidentin des Liechtensteinischen Roten Kreuzes und Präsidentin des Vereins für Heilpädagogische Hilfe. Erst im November 2020 starb ihr älterer Bruder Ferdinand Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau an den Folgen einer Covid-Erkrankung. (lkr)

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