Masken und Preisanstieg: So verändert Corona den Friseurbesuch

SARS-CoV-2-Konzept

Wen beim allmorgendlichen Blick in den Spiegel das nackte Grauen packt, der kann sich freuen. Ab dem 4. Mai geht es Spliss und Co. an den Kragen, denn dann dürfen Friseursalons wieder öffnen, doch nur zum Haareschneiden. Ein wirkliches Wohlfühlprogramm wird es nicht geben.

Ohne Mund-Nase-Bedeckung geht nichts

Wie aus dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk hervorgeht, müssen Friseure und Kunden während des Termins eine Mund-Nase-Bedeckung oder eine Alltagsmaske tragen. Mit dem Konzept der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) soll sichergestellt werden, dass Arbeitende und Kunden ausreichend vor dem Coronavirus geschützt sind.

Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehört auch weiterhin das Einhalten eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern. Je nach Größe des Geschäfts muss die Zahl der Arbeitsplätze deshalb angepasst werden. “Nur der jeweilige Kunde, die jeweilige Kundin und der oder die zuständige Beschäftigte dürfen sich für die Dauer der Friseurtätigkeiten einander nähern”, heißt es im Konzept.

Nur dann gibt es überhaupt einen Termin

Doch schon vor dem Termin müssen Kunden einiges beachten. Wer Symptome zeigt und/oder Fieber hat, sollte gar nicht erst kommen. Denn die Salons müssen Kunden schon bei der Terminvergabe nach Coronavirus-Symptomen und einem möglichen Kontakt zu Erkrankten fragen. Um eine mögliche Infektionskette nachvollziehen zu können, werden sowohl das Zeitfenster des Besuchs als auch die Kontaktdaten vermerkt. Ohne Einwilligung in diese Dokumentation gibt es auch keinen Termin.

Haare waschen ist ein Muss, selber föhnen geht nicht

Kunden müssen sich nach dem Betreten des Geschäfts die Hände waschen oder desinfizieren. Beim Warten eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser trinken und dazu in einer Zeitschrift blättern? Nein, darauf müssen wir verzichten, denn nach wie vor darf nicht bewirtet werden. Außerdem sollte man etwas mehr Zeit mitbringen, denn mal eben kurz Haareschneiden dauert vermutlich etwas länger. Ein Grund: “Bei jedem Kunden, bei jeder Kundin sind die Haare zu waschen.” Außerdem müssen die Angestellten zwischen jedem Kunden Kämme, Bürsten und andere Arbeitsutensilien mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger reinigen.

Weniger Dienstleitungen, höhere Preise?

Auch das Föhnen dürfen Kunden derzeit nicht selbst übernehmen, denn der Kontakt mit Arbeitsgeräten muss so gering wie möglich gehalten werden. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sind Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege vorerst nicht erlaubt. Obwohl weniger Dienstleistungen angeboten werden, könnte der Friseurbesuch teurer werden. Schließlich ist der zeitliche Mehraufwand für die Friseure und auch die Kosten für Schutzausrüstung nicht gerade gering.

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