Die Dramaserie “Das Damengambit” kommt momentan richtig gut bei den Netflix-Zuschauern an – und das trotz oder gerade wegen sehr vieler, spannender Schachszenen! Kein Wunder, immerhin lässt die Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy (24) das weibliche Genie Beth Harmon richtig gut aussehen. Auf Laien wirken die intelligenten Züge und das Schachlatein natürlich sehr eindrucksvoll – aber auch echte Profis zeigen sich begeistert: Wie hat Regisseur Scott Frank das Brettspiel derart überzeugend und faktisch richtig in Szene gesetzt?

Klar ist, dass Beth und ihre vornehmlich männlichen Kontrahenten Schach auf Weltniveau spielen – ein Wikipedia-Artikel kann zur Vorbereitung auf die Dreharbeiten nicht ausgereicht haben. Wie IndieWire jetzt berichtete, habe stattdessen mit Bruce Pandolfini ein echter Schachexperte beim Dreh nachgeholfen. Dabei mussten nicht nur die Dialoge und Züge von den Schauspielern gelernt werden: “Die vielleicht wichtigste Sache ist, wie sie die Figuren anfassen und bewegen”, erklärte Pandolfini im Interview zur Authentizität der Serie. Damit alles glaubhaft und nicht zu einstudiert wirkte, seien Gedächtnisstützen und visuelle Hinweise genutzt worden.

Schließlich wurden die Spiele in mehreren Sequenzen gedreht, damit es nicht so aussah, als überlegten die Darsteller, wie das fiktive Match weitergeht: “Wenn sie bei jedem Zug angehalten und nachgedacht hätten, würde das ein wenig unprofessionell aussehen”, ergänzte der Schachexperte, der insgesamt 300 hypothetische Spiele für den Serienhit beigesteuert hat. Auch Großmeister Ian Rogers fand für die Umsetzung überwiegend Lob. Er schrieb für The Sydney Morning Herald dazu: “Ich fühlte mich gut unterhalten, es gab nur eine kleine Anzahl schachtechnischer Fehler, über die man leicht hinwegsehen konnte.”


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