Prinz Charles, 72, will das britische Königshaus ordentlich sanieren. Fast buchstäblich könnte man meinen, denn laut "Daily Mail" soll zunächst einmal der Buckingham Palast gründlich renoviert werden, sobald er das Zepter in der Hand hält. Dabei zeigt sich der Thronfolger selbst höchst bescheiden. Offenbar möchte er als König dort lediglich eine kleine Wohnung mit Ehefrau Herzogin Camilla, 74, beziehen. Ein Großteil der Hauptresidenz der britischen Monarchen soll modernisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Doch damit nicht genug: Auch seine Familie könnte von seiner minimalistischen Zukunftsvision betroffen sein. 

Prinz Charles setzt auf Minimalismus – und bringt neuen Schwung in die Familie 

Die britischen Royals müssen sich angeblich auf ungemütliche Zeiten einstellen, denn einige Umzüge werden anstehen. Doch erst einmal könnte der alljährliche Sommerurlaub in Schottland der Vergangenheit angehören. Charles hat angeblich vor, dort ein Museum für seine Mutter Queen Elizabeth, 95, einzurichten. Der jahrzehntelange Rückzugsort der Familie würde somit jährlich sicherlich von zigtausenden Royal-Fans erobert. Kein Ort zum entspannen. 

Für Prinz William, 39, und Herzogin Catherine, 39, könnte ein Auszug aus dem Kensington Palast anstehen. Charles möchte seinem Ältesten, seiner Frau und deren Sprösslingen Prinz George, 8, Prinzessin Charlotte, 6, und Prinz Louis, 3, gerne Schloss Windsor überlassen. Nicht ganz uneigennützig, heißt es. Ihm sei es dort aufgrund der Lage unterhalb der Flugroute von Heathrow "zu laut". Eine Alternative ist sein favorisierter Rückzugsort. "Seine Ansicht ist, dass er, wenn er nach Windsor geht, genauso gut nach Highgrove in Gloucestershire weiterfahren kann," berichtet ein Freund. 




Königin Silvia + Familie Das ist ihr Sommerschloss

"Die Eigentumsfrage steht auf der To-Do-Liste," bestätigt ein Freund des Thronfolgers die Gerüchte. Es habe bereits mit Mitarbeitern im Palast Gespräche über die Nutzung der königlichen Paläste gegeben. "Der zentrale Punkt ist: Wenn die Königin nicht mehr hier ist, wie verteilt man dann effektiv zwei Generationen der Familie auf eine ziemlich große Anzahl von Grundstücken?", laute die Frage, so der Insider gegenüber "Daily Mail". 

Wer muss um sein Heim zittern?

"Der Prinz von Wales ist fest davon überzeugt, dass diese Orte der Öffentlichkeit mehr bieten müssen, als nur ein Ort für die Mitglieder der königlichen Familie zu sein. Alles wird durch die Linse der Frage betrachtet: 'Welchen Wert hat dieses Angebot für die Öffentlichkeit?'", erklärt die Quelle die Beweggründe des Royals, und fährt fort: "Jeder erkennt, dass es keinen Sinn macht, so viele Residenzen zu führen, aber wenn man sie komplett aufgibt, bekommt man sie nie wieder, wenn Prinz George und die jüngeren Royals aufwachsen und eine Wohnung brauchen." Nun stehe Charles steht vor der gewaltigen diplomatischen Aufgabe, bei seiner Familie Überzeugungsarbeit zu leisten. 

Insbesondere einer soll um seine Unterkunft zittern. Prinz Andrew, 61, bewohnt aktuell mit seiner Ex-Frau Sarah Ferguson, 61, die Royal Lodge auf dem Gelände von Schloss Windsor. Ein Umzug würde den arg unter Beschuss stehenden Bruder von Charles noch weiter unter Druck geraten lassen. Spätestens seit seinem Rückzug aus den königlichen Pflichten nach dem desaströsen BBC-Interview zu seiner Verwicklung in den Epstein-Skandal im November 2019 hat er mutmaßlich kein Einkommen vorzuweisen. Aktuell soll ihn sogar seine Mutter, die Königin, mit Millionen aus ihrer Privatschatulle unterstützen, damit er die Anwaltsteams in England und den USA in dem aktuell gegen ihn laufenden Missbrauchsprozess bezahlen kann. 

Doch Charles hat offenbar Mitleid mit dem jüngeren Bruder. Es gebe bisher keine Pläne, ihn aus der Royal Lodge zu verbannen, heißt es aus königlichen Mitarbeiterkreisen. Auch Prinz Edward, 57, der mit seiner Familie in Bagshot Park lebt und Prinzessin Anne, 71, die in Gatcombe Park in Gloucestershire residiert, können sich offenbar vorerst in Sicherheit wiegen. 

Andere Mitglieder der königlichen Familie hingegen könnten unruhige Nächte haben. Das gilt beispielsweise für Prinzessin Eugenie, 31, die mit Ehemann Jack Brooksbank, 31, und Söhnchen August in Frogmore Cottage lebt. Und auch ihre Schwester Prinzessin Beatrice, 33, die gerade mit ihrem Liebsten Edoardo Mapelli Mozzi, 38, ihre Tochter Sienna Elizabeth auf der Welt begrüßt hat, dürfte sich Sorgen um ihr Wohnrecht im St James’s Palast machen. 

Prinz Charles macht es allen vor

Doch eines muss man Prinz Charles lassen: Er will mit gutem Beispiel vorangehen. Der Buckingham Palast ist die offizielle Residenz der britische Monarchen und wird einmal auch sein Hauptwohnsitz sein. Allerdings soll das berühmte Gebäude innerhalb von zehn Jahren renoviert werden. Ein Kostenpunkt von rund 369 Millionen Pfund [etwa 431 Millionen Euro], wie geschätzt wird. Der 72-Jährige will den Palast in viel größerem Maße für die Öffentlichkeit zugänglich machen und das sogar ganzjährig. 

Dafür will auch er Opfer bringen und auf Wohnraum verzichten. Aktuell gehören 52 Königs- und Gästezimmer sowie 188 Personalzimmer zum privaten Bereich der Queen. Davon wird einiges wegfallen, wenn ihr Ältester die Krone übernimmt.  "Trotz allem, was alle darüber denken, dass er dort nicht leben will, wird er dort sicherlich eine Unterkunft haben – aber es wird eine viel bescheidenere Wohnung-über-dem-Laden-Situation sein, ähnlich der des Premierministers in der Downing Street," verrät ein Freund des Royals.

Charles' und Camillas offizieller Wohnsitz im Clarence House indes sollte eigentlich an Prinz Harry, 37, Herzogin Meghan, 40, und deren Kinder Archie, 2, und Lilibet Diana übergeben werden. Da es jedoch nicht so aussieht, dass sich die Sussexes wieder in England niederlassen wollen, profitieren irgendwann einmal vermutlich Williams Kinder von dem exklusiven Wohnraum des Prinzen von Wales.   

Die Zeichen stehen auf Veränderung im britischen Königshaus. Prinz Charles hat offenbar die Zeichen der Zeit erkannt und plant, 

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