Klartext beim RE:WIRED-Gipfel

Prinz Harry wütet: „Der Begriff 'Megxit' war oder ist ein frauenfeindlicher Begriff"

Prinz Harry greift die Medien an

Am Dienstag (9. November) nahm Prinz Harry am virtuellen Gipfel des Magazins „Wired“ in New York City teil. Dabei sprach der 37-Jährige in der „Internet Lie Machine“-Diskussion auch über seine eigene Historie mit den Medien und verurteilte deren Verbreitung von Fehlinformationen. Besonders bei einem Stichwort, das im Zusammenhang mit ihm und seiner Frau Meghan (40) immer wieder auftaucht, sah der Ex-Royal rot: beim Megxit.

Der „Megxit“ tauchte zuerst in der britischen Boulevardpresse auf

„Der Begriff ‚Megxit‘ war oder ist ein frauenfeindlicher Begriff, der von einem Troll kreiert und von Weltkorrespondenten weiterverbreitet wurde. Und er wuchs und wuchs und wuchs in den Mainstream-Medien. Aber es begann mit einem Troll“, schimpfte Prinz Harry bei seiner Rede.

Prinz Harrys und Herzogin Meghans Entscheidung im Januar 2020, ihre royalen Ämter niederzulegen und in die USA zu ziehen, wird inzwischen weltweit als der sogenannten „Megxit“ betitelt. Zusammengesetzt aus „Meg“ für Meghan und „Exit“, dem englischen Wort für „Fluchtweg“ oder „Ausgang“.

Zuerst war der Begriff in der britischen Boulevardpresse aufgetaucht. Er impliziert, dass Meghan die Antriebsfeder hinter Harrys Entscheidung war, seinen Job im Königshaus hinzuschmeißen.

Im Video: Manchmal mögen Meghan und Harry die Presse dann aber doch

Harry und Meghans „Time 100“-Cover sorgt für Diskussionen

Harry will nicht, dass seine Geschichte sich wiederholt

In seinen Ausführungen sprach Prinz Harry auch kurz über seine eigenen schlechten Erfahrungen mit den Medien: „Ich habe das im Laufe der Jahre persönlich zu spüren bekommen und beobachte jetzt, wie es global geschieht und jeden betrifft, nicht nur Amerika, sondern buchstäblich jeden auf der Welt. Ich habe schon sehr früh gelernt, dass die Anreize für Veröffentlichungen nicht unbedingt mit den Anreizen für die Wahrheit übereinstimmen.“

Der zweifache Familienvater bemerkte: „Ich kenne die Geschichte nur zu gut. Ich habe meine Mutter durch diese selbst gemachte Besessenheit verloren. Und ich bin natürlich entschlossen, die Mutter meiner Kinder nicht durch dasselbe zu verlieren.“ (csp)

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