Doch einige Monate später scheinen die schockierenden Anschuldigungen einen Prozess ausgelöst zu haben, den vor allem die Cambridges vorantreiben: Prinz William, 39, und Herzogin Catherine, 39, haben sich ein Herz gefasst und gehen neue Wege. Ihre "Royal Foundation" hat in ihrem Jahresbericht laut "Daily Mail" bekannt gegeben, dass sie künftig auf mehr Vielfalt unter ihren Mitarbeiter:innen setzen möchte. Ein notwendiger und zukunftsweisender Schritt, der unvermutet, aber dennoch unwahrscheinlich aus dem Nichts kommt. Haben Prinz Harry, 36, und Herzogin Meghan, 40, mit ihrem schonungslosen Interview im US-Fernsehen tatsächlich Denkanstöße gegeben, die nun beachtliche Früchte tragen?

Prinz William und Herzogin Catherine setzen auf Diversität

Es scheint so. In dem aktuellen Bericht des Kuratoriums und des Wirtschaftsprüfers der Stiftung der Cambridges für 2020 heißt es, dass Diversität zwar immer bei der Einstellung berücksichtigt werde, es jedoch keine "formalen Ziele für die Vielfalt des Verwaltungsrats" gibt. Deren Verbesserung sei nun zu einem "besonderen Schwerpunkt" geworden. 

Eine löbliche und zeitgemäße Zielsetzung, die dennoch überrascht. Denn erst im März schockierten und verärgerten Williams Bruder und seine Frau das Königshaus mit harscher Kritik. Insbesondere die Aussage des Paares, der Palast habe ein Rassismus-Problem, löste vermutlich pures Entsetzen unter den Royals aus. Doch nun scheinen sich insbesondere der künftige Thronfolger und Ehefrau Catherine die noch unbewiesenen Anschuldigungen zu Herzen genommen zu haben. 

Welchen Einfluss hatten Herzogin Meghans Rassismus-Vorwürfe?

Im Gespräch mit der US-Moderatorin Oprah Winfrey, 67, hatte Schwägerin Meghan behauptet, ein hochrangiges Mitglied der Königsfamilie habe vor der Geburt ihres Sohnes Archie, 2, Bedenken geäußert, wie dunkel seine Haut sein könnte. Eine Äußerung, die nicht nur in Großbritannien für Zündstoff sorgte. Weltweit diskutierten Medien über die Tragweite dieser Beschuldigung, nicht auszumalen, was sich derweil im Palast abgespielt hat.




Prinz Charles + Herzogin Camilla Herzlicher Empfang bei ihrem Besuch in Schottland

Die Maßnahme der Stiftung der Cambridges scheint nun eine wohlüberlegte Konsequenz zu sein. "Die 'Royal Foundation' setzt sich weiterhin für Gleichberechtigung und Vielfalt ein und sorgt für ein positives, sicheres und respektvolles Umfeld, das das Wohlergehen und die Würde ihrer Mitarbeiter, Bewerber, Partner, Lieferanten und derer, deren Interessen sie vertritt, fördert", ist in dem aktuellen Bericht zu lesen. Zudem heißt es darin auch, dass sich die Stiftung dazu verpflichtet hat, ein "geistig gesunder Arbeitsplatz" zu sein. Dazu wurden offenbar bereits "eine Reihe von Initiativen zum Wohlbefinden" initiiert, um die psychische Gesundheit der Mitarbeiter:innen zu gewährleisten.

Fortschritt und Annäherung?

Eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen, hat die "Royal Foundation", deren Schirmherren der Herzog und die Herzogin von Cambridge sind, bereits mehrere Initiativen zur psychischen Gesundheit ins Leben gerufen: Sie unterstützte beispielsweise die Einführung von "Heads Together", einer Kampagne zur Bekämpfung von Stigmatisierung und Änderung der Diskussion über psychische Gesundheit, und die Initiative "Contact", die Angehörigen der Streitkräfte Zugang zu psychischer Gesundheit und Unterstützung ermöglicht.

Prinz Harry und Meghan hatten ebenfalls bis zu ihrem Rückzug aus ihren Pflichten als Senior Royals die Schirmherrschaften dieser Organisationen inne. Doch trotz ihres Abschiedes aus der "Royal Foundation" haben die Sussexes nun offenbar noch immer einen indirekten Einfluss auf deren Geschicke nehmen können. Bemerkenswert ist dabei der Einsatz von Prinz William und Herzogin Catherine, die mit dem Anstoß einer vielfältigen Neuorientierung ihrer Stiftung nicht nur die Türe für mehr Diversität, sondern vielleicht auch für eine Annäherung mit Harry und Meghan geöffnet haben. 

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