Er lebte ein Leben voller Höhen und Tiefen: Schlagersänger und Schauspieler Willi Herren ist tot. Der ehemalige “Lindenstraße”-Darsteller kämpfte einen langen Kampf gegen die Sucht.

Als 16-Jähriger unterschrieb Willi Herren seinen Vertrag für die ARD-Serie “Lindenstraße”. Das war 1992. Es folgen weitere gute Engagements, Ruhm und Geld. Doch im Laufe seiner jungen Karriere kam Herren schnell in Berührung mit Drogen. Bereits mit Anfang 20 konsumierte er Kokain, später war er süchtig nach Tabletten und machte mehrere Entzüge. 

Erste Kokserfahrungen mit Anfang 20

Mit “21, 22” nahm Willi Herren das erste Mal Kokain, wie er 2012 in der Talkshow von Markus Lanz erzählte. Damals sagte Herren: “Probiert habe ich das, glaube ich, ziemlich spät, mit 21, 22. So ab und zu, alle zwei Monate einmal. Dann wurde es regelmäßiger: Einmal im Monat, dann wurde es mal alle zwei Wochen. Dann wurde es regelmäßig: Jede Woche, jedes Wochenende. Das ist so ein Teufelskreis, dann bin ich da irgendwie reingerutscht.”

Als Grund für seinen leichtsinnigen Umgang mit dem weißen Pulver gab er an, dass ihm der Erfolg zu Kopf gestiegen sei. “Ich fand das toll. Ich hatte keine Probleme gehabt”, so Herren damals bei “Lanz”. “Mir war das alles egal zu der Zeit. Ich habe das genommen und habe gedacht: Ich bin der König.”

Doch der “König” brauchte die illegalen Substanzen immer mehr. Die Kokainsucht war auch der Grund, warum er bei der “Lindenstraße” gefeuert wurde. “Ich war nicht mehr tragbar”, resümierte Herren. 2012, 2014 und 2020 hatte er allerdings wieder Gastauftritte in der Serie.

Noch 2018 gestand Herren bei “RTL Exclusiv” eine neue Sucht. “Ich bin tablettenabhängig”, sagte er. Er würde Valium konsumieren, gab er weitere Details zu seiner Sucht preis. Zudem soll er damals im Drogenrausch nach einem Auftritt in St. Anton gegenüber seiner damaligen Frau Jasmin Herren handgreiflich geworden sein. Daraufhin begab er sich in eine Entzugsklinik, wurde bis Mitte Januar 2019 behandelt. Seitdem war es ruhig um Willi Herren und die Drogen.

Willi Herren kämpfte gegen seine Sucht

Doch es war nicht der erste Anlauf des Ballermannstars clean zu werden. Bereits bei Lanz sagte er 2012, dass er fünf Entzugsversuche hinter sich habe. Einen davon absolvierte er in der renommierten Betty-Ford-Klinik in Kalifornien. 

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Die Zeit in der Klinik ohne das Kokain soll den Entertainer sehr mitgenommen haben. Herren bei “Lanz”: “Die Betty-Ford-Klinik, das war schon sehr hart, der Entzug. Das Kokain macht ja nicht körperlich abhängig, sondern im Kopf. Es ist ganz schlimm, ich kann das kaum erklären. Ich habe kein Zittern oder so gehabt, aber ich saß dann nachts in meinem Zimmer und habe dann Halluzinationen bekommen und dachte die Wände fallen auf mich.”

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