• “Die große Dschungelshow” bleibt hinter den Quoten des Dschungelcamps zurück.
  • An den mäßig prominenten Kandidaten liegt es allerdings nicht.
  • Der Dschungelshow fehlt, was das Dschungelcamp ausmacht – doch es gibt Hoffnung.

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Als Ersatz für das Dschungelcamp 2021 hat RTL die corona-konforme “Dschungelshow” auf Sendung geschickt. Doch bislang will die Pandemie-Variante nicht so recht zünden.

Die Quoten liegen weit hinter denen des Originals – Tendenz fallend: Schalteten zum Auftakt der Dschungelshow am Freitag noch 4,18 Millionen Zuschauer ein, waren es am Montag nur noch 2,22 Millionen. Zum Vergleich: 2020 holte sich das echte Dschungelcamp zum Start mit 6,01 Millionen Zuschauern den Tagessieg; vier Tage später waren es immer noch 4,43 Millionen.

Dabei muss die Dschungelshow Pandemie-bedingt nicht einmal mit Kinos, Bars und guten Freunden um die Freizeit potenzieller Zuschauer konkurrieren. Woran also liegt’s?

An den Promis liegt es nicht

Naheliegend wäre, es auf die Besetzung der Dschungelshow zu schieben, denn die Promis sind tatsächlich außergewöhnlich unprominent.

Doch mit dem Satz “Ich kenne keinen einzigen!” wird auch beim Original die Kandidatenauswahl alljährlich moniert. Das mag sogar stimmen, doch es ist ein Irrtum zu glauben, dass es für eine unterhaltsame Show “richtige” Prominente braucht.

Bekannte Namen wie Harry Wijnvoord oder Ailton mögen Zuschauer anlocken, ihnen den Einstieg erleichtern und ein argumentatives Feigenblatt liefern (“Ich schau das ja nur wegen …”). Für die beste Unterhaltung sorgen aber oftmals kleine Namen – denn die müssen noch um ihren Platz in der Unterhaltungs-Industrie kämpfen.

In der Dschungelshow kann keine Gruppendynamik entstehen

Deshalb ist die Besetzung auch nicht das Problem der Dschungelshow. Das Problem ist die Dreierregel: Drei Promis beziehen für drei Tage das Tiny House, dann folgt das nächste Promi-Trio. Es ziehen also nicht alle zwölf Kandidaten zeitgleich ein, wie üblich.

Aber was das Dschungelcamp interessant macht, ist ja nicht, wie ein Gunter Gabriel oder Helmut Berger nach wenigen Tagen auszieht. Das Interessante ist die Gruppendynamik, die sich zwischen den Campern entwickelt.

Drei Personen machen zwar schon eine Gruppe, aber die Dynamik hat in drei Tagen wenig Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Nach 48 Stunden Hunger, Ekel und Langeweile sind die Nerven aller Beteiligten einfach noch nicht genug erodiert, um Kleinigkeiten in Totaleskalationen enden zu lassen. Zudem ist die Chance auf Antipathien zwischen zwölf Personen immer größer als zwischen drei, das ist mathematisch bewiesen.

Der Dschungelshow fehlt, was das Dschungelcamp ausmacht. Darüber können nicht einmal Dr. Bob und die Dschungelprüfungen hinweg täuschen.

Der Einzug von Bea Fiedler gibt Hoffnung

Doch es gibt Hoffnung für die Dschungelshow: Mit Bea Fiedler ist am Montag eine One-Woman-Krawallshow eingekehrt.

Sie sorgte schon kurz nach dem Einzug für ordentlich … nennen wir es: Dynamik – dafür hätte es ihre Mitbewohner Lars Tönsfeuerborn und Lydia Kelovitz nicht mal gebraucht. (jwo)

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