Hamburg (dpa) – Der Fall beginnt mit dem Suizid eines Kollegen: Kommissarin Helen Dorn muss mit ansehen, wie ein Beamter während eines Einsatzes seine Waffe gegen sich selbst richtet. Dann stirbt eine Medizinstudentin und kurz darauf wird ein Arzt entführt.

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Auf dessen Station hatte es Ungereimtheiten gegeben. Helen Dorns 15. Fall ist nicht nur verworren, er konfrontiert die Titelheldin auch mit ihrer eigenen Vergangenheit. Zu sehen ist die Folge mit dem Untertitel “Die letzte Rettung” am Samstag um 20.15 Uhr im ZDF.

Seit 2014 schlüpft Anna Loos in die Rolle der LKA-Kommissarin, die seit kurzem von Düsseldorf nach Hamburg gewechselt ist. Die eigenwillige Helen Dorn gehört in der deutschen Krimi-Landschaft zur Kategorie der verschrobenen, sozial inkompatiblen Ermittlerinnen. Das kommt beim Publikum gut an. Im März dieses Jahres haben fast acht Millionen Zuschauer ihren vorigen Fall “Wer Gewalt sät” gesehen.

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Kühl, direkt, ruppig – so tritt Dorn ihren Kollegen gegenüber auf. Die halten sie, wie sie selber sagt, ohnehin für einen “Freak”. Dorn kokettiert mit ihrer schwierigen Art. Und die ist nicht nur für ihr Team beim LKA, sondern auch für das Publikum bisweilen anstrengend.

Dorns einziger Vertrauter ist ihr Vater (Ernst Stötzner). Dem pensionierten Polizisten erzählt sie von belastenden Erlebnissen. Diesmal wird sie auf einer Krebsstation an den Tod ihrer Mutter erinnert. Auf eben jener Station scheint auch die Lösung des mysteriösen Falles zu liegen.

Damit zurück zum neuen Fall: Die junge Ermordete hatte neben ihrem Medizin-Studium als selbstständige Escort-Dame gearbeitet. Schnell gerät der Lebensgefährte ins Visier der Ermittler. Doch dann wird der Oberarzt der onkologischen Station entführt, und bald ist nicht mehr klar, wer Opfer ist und wer Täter.

Eine aufmerksame Taxifahrerin liefert wertvolle Hinweise. Eine junge, verzweifelte Ärztin schüttet Helen Dorn ihr Herz aus. Nun ist der Spürsinn der Kommissarin gefragt.

Die vielen Puzzleteile werden von Regisseur Friedemann Fromm und Drehbuchautor Mathias Schnelting langsam und routiniert zusammengesetzt, so dass sich für die Kommissarin – und für die Zuschauer – das Rätsel löst. Und vielleicht darf Helen Dorn irgendwann etwas weniger verbissen und verschroben ermitteln.

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