• „Im Endeffekt nur ’ne Handvoll Mensch“, urteilt Silvia Wollny entwaffnend trocken.
  • Bei ihrer Ankunft am 18. Mai 2021 waren Sarafinas und Peters Zwillinge knapp über 1.000 Gramm schwere Frühchen.
  • „Die Wollnys – Eine schrecklich große Familie“ (RTL ZWEI) dokumentiert im Rückblick Sorge und Freude des jungen Paares auf dem Weg zum Elternglück.

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„So wie du fährst, hätten die Kinder schon ein Schleudertrauma“: Noch scherzt die schwangere Sarafina Wollny mit ihrem Ehemann. Soeben ist der Zwillings-Kinderwagen eingetroffen. Mit dem wuchtigen Traum in gold-metallic ließe sich locker ein Feld umpflügen. Entsprechend kraftvoll manövriert Peter das Gefährt durch die Wohnung im Ratheimer Wollny-Haus und streift dabei auch Schwiegermutter Silvia.

„Vielleicht gibt es auch für Babys Sturzhelme“, denkt diese wie immer praktisch. „Dat Ding passt hundertprozentig nicht im Auto“, gibt sie ebenfalls zu bedenken, was der werdende Vater gleich abblockt: „Ich werde nicht dran rumsägen.“ Dennoch lässt er sich auf langwieriges „Kofferraum-Tetris“ ein, begleitet von Silvia, die die künftige Hektik mit imitiertem Babygeschrei untermalt – bis der sonst so gelassene Peter der Hektik ein Ende bereitet: „Silvia, geh mir nicht auf den Sack.“

„Ich will nicht, dass sie verkabelt im Brutkasten liegen“

Mit Nebensächlichkeiten kann er sich nämlich nicht mehr abgeben: Bei Sarafina, die sich bislang relativ fit und tapfer durch die Risikoschwangerschaft bewegte, nehmen die Beschwerden zu. Das bringt die gesamte Familie in Alarmstimmung.

„Geschwollene Füße, Wassereinlagerungen, Nabelbruch, Hautveränderungen und jetzt vielleicht noch Schwangerschaftsvergiftung: Sie ist am Leiden wie Sau“, fasst ihre Schwester Sylvana, selbst Mutter zweier Kinder, die Lage zusammen.

Obwohl sich niemand die typische Situation auf der Neugeborenen-Intensivstation vorstellen möchte („Ich will nicht, dass sie verkabelt im Brutkasten liegen“, so Sarafina), wird dieses Szenario immer wahrscheinlicher.

Als Sarafina eines Morgens mit großen Schmerzen in den Beinen aufwacht und ihre Gynäkologin sie in die Uniklinik Bonn einweist, wird klar: Von dort wird sie nur mit ihren Kindern im Arm wieder zurückkommen. Nach sechs Jahren vergeblichem Kinderwunsch und der ersehnten Schwangerschaft droht die Geburt nur unter Einsatz modernster Medizin stattfinden zu können.

In der 30. Woche kommt es zum Notkaiserschnitt – leider ohne Papa Peter, der aufgrund der Corona-Vorschriften nicht im Krankenhaus übernachten darf und am Morgen des Blasensprungs nicht rechtzeitig aus Ratheim anreisen kann.

Sarafina bereitete zwei Briefumschläge vor: „Für alle Fälle“

Begleitet wird er dafür von den Schwiegereltern, Schwägerin Sylvana und zwei geheimnisvollen Briefumschlägen. In ihnen hat Sarafina vermerkt, wie die Kinder heißen sollen – „für alle Fälle“. Als die Familie in Bonn eintrifft, sind die Babies bereits auf der Welt.

Ihre Eltern konnten sie noch nicht einmal sehen, da sie als Frühchen auf der Intensivstation versorgt werden müssen. Verkabelt liegen sie im Neugeborenenzimmer und blicken sehr verwundert auf die neue Welt. 48 Stunden müssen sie nun erstmal gut überstehen – der kleine Casey an der Lungenmaschine, da er noch nicht selbständig atmen kann.

Da überwältigen nicht nur, aber vor allem Peter seine Gefühle: Tapfer steht er den Kameras Rede und Antwort, spricht über große Angst, noch größeren Stolz und riesiges Glück, bis er „mal wieder rein muss, Lage peilen“. In der Zwischenzeit öffnen Silvia und Harald das Kuvert mit der Aufschrift „Jungs“. Und das Geheimnis lautet: „Casey und Emory“.

„Diese Namen gibt’s in Deutschland doch gar nicht“

Tippte Harald kurz zuvor noch auf „Flip“ und „Flop“, wundert sich Silvia, der extravagante Kindernamen sicher nicht fremd sind: „Diese Namen gibt’s in Deutschland doch gar nicht.“ – „Aber wie’s halt so ist bei den Wollnys – ausgefallen“, kommentiert der Mann, den diese Wahl unmittelbar betrifft und der sicher einen der gebräuchlichsten deutschen Vornamen trägt: Peter.

Neben Erschöpfung, Glück und Sorge begleitet die Wollnys in diesem Ausnahmezustand auch ihr hervorstechendstes Merkmal: Flapsigkeit. „Im Endeffekt ist das nur ’ne Handvoll Mensch“, sagt Silvia über ihre mehr als zierlichen Enkel, die bereits in ihren ersten Lebensstunden zu Reality-Stars werden. Doch auch diese Situation werden sie vermutlich meistern. Denn wie sagt ihre Mutter Sarafina voller Liebe: „Das sind zwei Kämpferherzen.“  © 1&1 Mail & Media/teleschau

Unter Tränen ins Krankenhaus: "Die Wollnys" sorgen sich um schwangere Sarafina

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