• “Wir haben weniger Geld als’n Hartz-4-Empfänger”, klagte Dirk Bach in der aktuellen Folge der kabel-eins-Doku “Rosins Restaurants”.
  • Eine Misere, die der Corona-Krise geschuldet war – allerdings auch der Antriebslosigkeit des Gastronomen selbst.
  • Würde Frank Rosin ihn vor der Pleite retten können?

Das Wasser stand Dirk Bach (34) und Ehefrau Elke “Elli” Bach (40) bis zum Hals, als Sternekoch Frank Rosin (54) mit dem Team der kabel-eins-Reihe “Rosins Restaurants” anrückte. Seit Monaten verdienten die beiden mit ihrem Lokal “Hafen Extra” im ostfriesischen Aurich keinen Cent. Im Gegenteil, mittlerweile hatten sie Schulden angehäuft, weil sie seit drei Monaten die bereits reduzierte Pacht nicht mehr zahlen konnten. Bitteres Statement: “Wir haben weniger Geld als’n Hartz-4-Empfänger.”

Dass die Corona-Krise Gastronomen hart getroffen hat, steht außer Frage – und doch: “Ich wunder’ mich, dass ihr nicht arbeitet!”, zeigte sich Frank Rosin fassungslos. Die Voraussetzungen für einen Liefer- oder Abholservice waren schließlich gegeben: Das Lokal war laut Rosin “‘ne richtig kleine Schnuckelbude”, die Kücheneinrichtung zweckmäßig und gerade mal fünf Jahre alt – wo war das Problem?

Zum einen fehlte dem Ehepaar schlicht Geld, hatten sie das Restaurant im Februar 2020 doch fast ohne jegliches Eigenkapital eröffnet. Werbematerial wie Flyer oder eine eigene Website waren da nicht drin. Das beinahe größere Problem war aber, dass vor allem Dirk Bach vor lauter Unsicherheit schier gelähmt schien, und das trotz 18 Jahren Gastronomie-Erfahrung. Gattin Elli war energiegeladener: “Ich reg’ mich eigentlich doch über uns selbst auf.” Längst hätte man etwas tun können, um das Lokal zu retten. War es nun bereits zu spät?

Frank Rosins schimpft: “Da frieren mir ja die Eier ein!”

Mit Frank Rosins startete man endlich den Abholservice, zunächst als Testessen. Dass von den vier angedachten Gerichten (Matjes, Burger, Schnitzel, Schmorgemüse) nur eines Fisch beinhaltete, obwohl die Erfahrung gezeigt hatte, dass der bei den Gästen hier an der Nordsee am besten ankam, wunderte Frank Rosin: “Ihr braucht ‘ne Visitenkarte!” Er könne “nicht haben, dass Kollegen in dieser Branche ein Restaurant aufmachen ohne Sinn und Verstand! Ohne Konzept, ohne Idee …” Bei der Speisenauswahl der Bachs “frieren mir ja die Eier ein vor Langeweile!

“Eine harte Kritik, die Dirk Bach sehr kränkte. Immerhin: In der Küche, die Frank Rosin – da lange unbenutzt – “viel zu sauber” gewesen war, war nun endlich wieder was los, und auch die Gerichte haben relativ gut gemundet, wenngleich sie, so eine Testesserin, “nichts Außergewöhnliches” gewesen waren. Zwei von fünf Sternen habe er bekommen, führte Frank Rosin den daraufhin enttäuschten Dirk Bach zunächst hinters Licht, schob dann aber Elli heimlich zwei weitere zu. “Ihr seid A…löcher!”, presste der Koch hervor, als die sie hervorzauberte, und wischte sich Tränen aus dem Augenwinkel. “Das brauchst du auch!”, glaubte Elli.

Happy End mit Überraschungen

Und tatsächlich schien der Schubs aus der Komfortzone dem antriebslosen Koch gutzutun. Bereitwillig ließ er sich beim gemeinsame Kochen mit Frank Rosin inspirieren und als er diesem etwas kredenzen sollte, konnte er ihn mit Kabeljau nebst Schmorkartoffeln prompt begeistern. Zur Belohnung folgte eine besondere Überraschung: Verpächter Günther Held (54) erließ dem Paar die drei Monate Pachtschulden, die es angesammelt hatte, außerdem solle die Mietminderung vorerst weiter beibehalten werden. Er komme selbst aus der Gastronomie, “und wir haben uns eigentlich immer gegenseitig unterstützt”, begründete er seine Großzügigkeit. Eine riesengroße Erleichterung! “Haben wir auch noch nicht erlebt”, freute sich Frank Rosin mit den Bachs mit.

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Ein Tag vor dem großen Finale ging man mit Speiseproben auf Marketingtour durch den Ort, dann folgte das abschließende Testessen mit originellerer, fischlastigerer Speisekarte. Die Mühe hat sich gelohnt: Diesmal hat sich Dirk Bach alle fünf Sterne verdient! Und es folgte noch eine letzte Überraschung: Dass Frank Rosin während der Dreharbeiten immer wieder Handyfotos gemacht hatte, war dem Paar gar nicht aufgefallen, hatte jedoch einen Grund – heimlich hatte das VOX-Team dem Hafen Extra eine Website eingerichtet und gestaltet. Rettungsaktion geglückt!

(tsch) © 1&1 Mail & Media/teleschau

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