Hallo Jacky, eine wichtige Frage gleich vorneweg: Wie geht es deinem Hund Maggie?

Jacky Wruck: Maggie erfreut sich glücklich ihres Omi- Lebens, wird rund um die Uhr von uns betreut. Wir hätten niemals gedacht, dass sie noch im Jahr 2021 ein Teil unseres Lebens ist. Es ist ein Riesen-Geschenk.

Nun ist es bald acht Monate her, dass dein Name beim GNTM-Showdown gefallen ist. Was ist seither passiert?

Unfassbar viel! TV-Auftritt, Fotoshootings, Infuencer-Jobs, Model-Jobs und Schauspiel – ich durfte im vergangenen Jahr alles mal erfahren. Die Zeit nach dem Finale war sehr turbulent, durch Corona war einiges etwas erschwert, aber vieles trotzdem umsetzbar.

Mein Gehirn kommt seit der Zusage im Jahr 2019 und meinem Flug nach Costa Rica nicht mehr mit der Verarbeitung hinterher.

Hattest du es wegen der Pandemie im Vergleich zu anderen GNTM-Gewinnerinnen etwa schwerer, direkt in der Branche Fuß zu fassen – oder hat dich das angespornt?

Ich glaube, das Eine schließt das Andere nicht aus. Ich hatte es schwerer, aber ich war und bin gleichzeitig auch sehr motiviert.

In der Zeit von Corona sind auch Chancen versteckt, die ich versuche zu erkennen und zu nutzen.

Welcher Moment der vergangenen Monate ist dir denn am meisten im Gedächtnis geblieben?

Es gab zu viele besonders schöne und besonders anstrengende Momente, um mich auf einen zu beschränken. Die Bekanntgabe meines Namens – als Siegerin von GNTM 2020 – ist auf jeden Fall einer der Momente.

Auf Instagram hast du vor einigen Tagen geschrieben, dass ein Blick in Richtung Zukunft und Vergangenheit nie schadet.” Was siehst du denn, wenn du in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft blickst?

Ich sehe eine Jacky, die auf ihrem Schicksalsweg ist. Alle Ereignisse in der Vergangenheit sollten genauso sein, wie sie passiert sind, um mich dort hinzubringen, wo ich heute bin. Die gegenwärtigen Ereignisse passieren alle aus einem Grund, um mich auf meine Zukunft vorzubereiten.

Und was ist dein Ist-Stand?

Ich bin motiviert, nutze meine Chancen und lasse mich nicht kleinkriegen. Ups und downs bestimmen das Leben eines jeden Menschen und ich weiß, dass alles aus einem Grund passiert.

Als Model spielt dein Äußeres natürlich eine große Rolle. Du allerdings wirkst, als wolltest du als viel mehr wahrgenommen werden als “nur” eine schöne Frau.

Ich möchte als Jacky gesehen werden. Als ein Mensch, wie jeder andere dort draußen. Mit der einen Passion, vor der Kamera zu stehen und der anderen Passion, die Tierwelt und Naturwelt zu genießen. Ich bin nichts Besseres, nur weil ich GNTM 2020 gewonnen habe, sondern habe einfach die Möglichkeit, durch eine große Reichweite und einen gewissen Bekanntheitsgrad mehr Leute zu erreichen und eventuell Kleinigkeiten zu verändern und anderen Menschen zu helfen. Diese Chance möchte ich nutzen. Klar bin ich ein Model, eine Person des öffentlichen Lebens. Aber eben auch ein Mensch mit Bedürfnissen, Gefühlen und einem Privatleben. Ich bin ein Mensch, der auch mal einen guten und mal einen schlechten Tag hat. Ich habe keine Lust, nur als oberflächlicher Kleiderständer gesehen zu werden.

Wo wir beim Äußeren wären: Kürzlich wurdest du in den sozialen Medien kritisiert, du seist zu dünn. Was möchtest du diesen Kritikern mit auf den Weg geben?

Leben und leben lassen! Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich.

Und was sollten Mädchen beherzigen, die sich mit dir und deiner Figur identifizieren und die Kritik auf sich beziehen?

Kritisierte sollten sich immer vor Augen führen, dass sie selbst der einzige Mensch sind, mit dem sie ihr ganzes Leben verbringen müssen. Menschen, die haten, sind es nicht wert, dass auf ihren Hate rechtfertigend eingegangen wird.

In wenigen Tagen startet die neue GNTM-Staffel. Wirst du sie dir angucken?

Jep, ich schaue auf jeden Fall die neue Staffel an.

Mit welchem Gefühl?

Was ich dabei empfinden werde, kann ich jetzt noch nicht voraussagen. Ich werde mich zurück in diese Zeit träumen und wahrscheinlich neidisch auf die ganzen coolen Challenges sein.

Welcher Moment bei GNTM ist dir besonders im Herzen geblieben?

Es gibt so viele Momente. Besonders toll waren selbstverständlich die Tage in New York gemeinsam mit Heidi und Tamara, der letzte Moment im Finale, die Reise nach Jamaika mit Red … aber auch da gibt es viele Tage, die genauso besonders waren, nur eben anders besonders.

Und gibt es andersherum einen Moment, den du gerne aus deiner GNTM-Vita streichen würdest?

Ich würde keinen Moment aus meiner GNTM-Vita streichen, da jeder einzelne Moment zu genau diesem Zeitpunkt seine Richtigkeit hatte. Egal ob es eventuelle Momente gab, über die ich mich ärgere. Ich habe aus jedem Ereignis gelernt und am meisten lernt der Mensch aus den Tiefen und nicht aus den Höhen im Leben.

Hast du denn noch Kontakt mit deinen einstigen Konkurrentinnen?

Ich schreibe mit einigen Mädels mal hin und her, aber am aller meisten mit Vivian, der Nanny Verena, Maribel und auch Valeria – die dritte Nachrückerin. Aktuell ist ja alles sehr schwer, da muss Facetime herhalten. Nasty, Pinar und Lucy schreiben auch des Öfteren und auch mit Lijana und Larissa chatte ich mal hin und her.

In der Model-Villa gab es vergangene Staffel öfter Zoff, auch du warst in Auseinandersetzungen involviert. Wie sollten die neuen Kandidatinnen mit solch einer Situation umgehen?

Alle sollten sich vor Augen führen, dass sie da sind, um ihren eigenen Traum zu verwirklichen und nicht, um zu streiten. Aus diesem Grund bin ich damals aus meinem Zimmer gezogen. Ich habe mich distanziert, um mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und keinen Riesen-Streit austragen müssen. Ich hasse Streit, gehe dem oft aus dem Weg und ziehe mich zurück. Er raubt kostbare Energie. Eine sachliche Aussprache hat damals in LA nicht funktioniert, aber dafür in der Zeit nach dem Finale. Schwamm drüber und weiter leben. Es ist eine Extremsituation, in der alle Mädchen sind und das sorgt für sehr impulsives und oft zu impulsives Verhalten.

Welchen Tipp würdest du deinem Vor-GNTM-Ich mit auf den Weg geben?

Genieße jeden Moment, da diese Reise einmalig ist und ein besonderer Teil deines Lebens sein wird – und bleibe immer du selbst. Zum Glück hatte ich diese Gedanken auch schon vor meiner Reise bei GNTM, sodass ich nichts bereuen muss.

Du warst ja bekannt dafür, immer ein Sprichwort parat zu haben – mit welcher Lebensweisheit würdest du rückblickend deine GNTM-Zeit beschreiben?

“Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte turbulent – und am Ende wunderschön.”

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