Eigentlich müsste die jüngste Ausgabe von „Joko & Klaas gegen ProSieben“ „Joko & Klaas gegen ProSieben, aber ohne Joko, dafür mit Jakob“ heißen. Denn weil sich Joko Winterscheidt vergangene Woche verletzt hatte, musste am Dienstagabend Jakob Lundt einspringen. Und prompt riss die Siegesserie.

Eine KritikvonChristian Vock

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„Eine große Herausforderung an unsere Vernunft“, erklärt Klaas Heufer-Umlauf am vergangenen Mittwoch seine Aufgabe und die seines TV-Partners Joko Winterscheidt, die 15 Minuten freie Sendezeit, die sie bei „Joko & Klaas gegen ProSieben“ gewinnen können, im Anschluss auch zu füllen.

Im Grunde hätten sie in dieser Lage nur zwei Möglichkeiten: „Wir machen irgendwie Ärger und provozieren ProSieben oder wir lenken die Aufmerksamkeit auf Themen, die unserer Meinung nach Aufmerksamkeit verdient hätten.“

In den bisherigen zwei Folgen der aktuellen Staffel haben Winterscheidt und Heufer-Umlauf diese Herausforderung ganz fair aufgeteilt. Nach ihrem ersten Sieg haben sie sich für blanken Nonsens entschieden und jeweils eine Minikamera geschluckt. Weil das noch nicht unsinnig genug war, schluckten sie noch allerlei Zeug hinterher, zum Beispiel für ein Wettrennen mit Lego-Köpfen und übertrugen das Ganze dann live aus ihren Mägen.

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Vergangenen Mittwoch kam dann die Kehrtwende und sie rückten wieder Sinnvolles in den Mittelpunkt, denn es wäre „grob fahrlässig“, so Winterscheidt und Heufer-Umlauf, wenn sie nicht dieses Thema genommen hätten: Corona.

Und so erzählte dann eine junge Frau von ihrer Leidenszeit und den Langzeitfolgen durch eine Corona-Infektion, der Oberarzt einer Intensivstation berichtete von der Überlastung der Klinik und zu guter Letzt sprach noch Olaf Scholz und alle drei forderten die Zuschauer eindringlich auf, sich impfen zu lassen. Gemeinsamer Tenor: Wer sich nicht impfen lässt, spielt russisches Roulette mit seiner Gesundheit und mit der der Anderen.

„Joko & Klaas gegen ProSieben“: Jakob Lundt ersetzt verletzten Winterscheidt

Die „Herausforderung an die Vernunft“ hat also zuletzt die Vernunft gewonnen. Nun, eine Woche später, müssen sich Winterscheidt und Heufer-Umlauf dieser Herausforderung erst einmal nicht mehr stellen. Denn, so viel sei schon einmal verraten, am Dienstagabend haben die beiden Moderatoren das Duell gegen ihren Arbeitgeber verloren.

Statt sich nun am Mittwoch zwischen Sinnvollem und Sinnfreiem entscheiden zu müssen, erwartet Winterscheidt und Heufer-Umlauf am Samstagabend bei ihrem „Duell um die Welt“ „etwas Krasses“, wie Moderator Steven Gätjen die Strafe von ProSieben ankündigt.

Dass es am Dienstagabend in die Hose ging, hat vielleicht auch damit zu tun, dass bei Joko & Klaas nur Klaas wirklich mitspielen konnte. Denn als Winterscheidt ins Studio kommt, fallen sofort zwei Dinge auf.

Sein unnötig buntes Hemd und die Krücken. Winterscheidt hatte sich nämlich im vergangenen Duell bei einem Spiel verletzt und so musste sich Heufer-Umlauf einen Hilfsduellanten suchen, der einspringt, wenn ein Spiel für Winterscheidt nicht machbar ist. Allzu intensiv kann die Suche allerdings nicht gewesen sein, denn Heufer-Umlauf hat sich für seinen „Late Night Berlin“-Sidekick Jakob Lundt entschieden.

Offenbar nicht die erste, sondern nur die erstbeste Wahl, denn Lundt kommt mit einem „Ich bin so froh, dass ich die Treppe geschafft habe“ ins Studio. Doch obwohl sich Lundt zwar augenscheinlich Mühe gibt, aber nicht unbedingt die allergrößte Hilfe für Heufer-Umlauf ist, gewinnen die beiden die ersten vier Spiele am Stück.

Jakob Lundt: „Ich wär echt sauer, wenn mir das wehtut“

In Spiel Nummer eins müssen Lundt und Heufer-Umlauf Aufgaben nur mit Tritten erledigen. Erst treten sie einen Umzugskarton leer, dann tritt Heufer-Umlauf brennende Kerzen ohne Kontakt aus und im Anschluss muss er angeklettete Kuscheltiere und Tennisbälle von Lundt treten.

„Ich wär echt sauer, wenn mir das wehtut“, jammert Lundt, doch Heufer-Umlauf, der auf eine grünbegürtelte Jiu-Jitsu-Karriere zurückblicken kann, erweist sich als sehr treffsicher.

Und so nimmt der Abend für Heufer-Umlauf, Winterscheidt und Lundt erst einmal einen guten Verlauf. Sie erkennen zugeklebte Promis am Gesang und sammeln ProSieben-Siebenen, die in einer sehr robusten Box verstaut wurden. Eigentlich hätten Winterschiedt und Heufer-Umlauf die Zahlen seinerzeit bei einer Schatzsuche in einem Wald finden sollen, doch das Spiel wurde wegen einer Unwetterwarnung abgebrochen und nun im Studio nachgeholt.

Die Siegessträhne endet erst, als die drei gegen Micky Beisenherz und Verona Pooth spielen und dabei die kurzfristig erstellten Kunstwerke des Partners erkennen müssen. Ging dieses Spiel noch einigermaßen knapp aus, hatten sie anschließend gegen Max Giesinger und Johannes Oerding überhaupt keine Chance.

Die Teams sollten sich einander gegenüber hinstellen, jeder Spieler mit einem Gegenstand in der Hand. Auf Kommando ließ dann jeder seinen Gegenstand los und tauschte die Position mit dem Partner und zwar ohne, dass der Gegenstand auf den Boden fällt.

„Joko & Klaas gegen ProSieben“: Hängepartie zum Schluss

Weil Heufer-Umlauf und Lundt hier keine Chance gegen die beiden Musiker haben, gehen sie nur mit vier von sechs möglichen Vorteilen ins Finalspiel. Das entpuppt sich als buchstäbliche Hängepartie, denn die beiden müssen sich für insgesamt fünf Minuten an sechs verschiedene Gegenstände hängen, die von der Studiodecke baumeln. Klingt erst einmal machbar, doch als nach und nach die Gegenstände enthüllt werden, ist klar, welchen Haken sich ProSieben ausgedacht hat.

Und so müssen Heufer-Umlauf und Lundt irgendwie Halt an einem E-Bass, einer Jeans, einer Flamingo-Luftmatratze, einem Sofa, einer Joko-Puppe und einem Medizinball suchen. „Was ist denn das für ein bekacktes Finale?“, schimpft Winterscheidt, als seine Spielpartner nach und nach scheitern.

Am Ende wird es zwar noch einmal knapp, aber Heufer-Umlauf und Lundt hätten noch 54 Sekunden länger hängen müssen. So gibt es also am Samstagabend „eine krasse Aktion“ für Joko & Klaas und man darf gespannt sein, ob vielleicht auch einmal ProSieben die Strafe als „Herausforderung für die Vernunft“ sieht und sich etwas Sinnvolles für die beiden ausdenkt.

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