Ricky Schroder, der vor 40 Jahren mit “Der kleine Lord” zum Kinderstar avancierte, hat für Aufruhr gesorgt. Der heute 50-Jährige unterstützt einen mutmaßlichen Mörder. Nun hat sich auch die ARD zu dem Thema geäußert.

Ricky Schroder hat sich mit seinen jüngsten Äußerungen und Aktionen viel Kritik eingehandelt. Unter anderem auf seinem Twitter-Account hatte er sich für Kyle Rittenhouse eingesetzt. Der 17-Jährige hatte im August dieses Jahres auf Teilnehmer der “Black Lives Matter”-Proteste in Kenosha geschossen. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen wie Rittenhouse zwei Menschen tötete. Vor Gericht muss er sich derzeit wegen zweifachen Mordes, versuchten Mordes und unerlaubten Waffenbesitzes verantworten. 

Ricky Schroder ist indes von Rittenhouses Unschuld überzeugt und steuerte laut eigener Aussage “Hunderttausende” von Dollar zur Zwei-Millionen-Kaution für den Angeklagten bei. Auch deshalb befindet sich der Kenosha-Schütze vorerst auf freiem Fuß.

“Ich hoffe, dass die ARD Haltung zeigt”

Unter anderem die US-Sängerin und Schauspielerin Bette Midler wettert auf Twitter: “Vielen Dank an alle, die ein mordendes Kind wieder rausgelassen haben? Dieser Junge hat zwei Menschen getötet und einen anderen schwer verletzt. Warum feierst du ihn? (…) Ricky Schroder? Wer hätte gedacht, dass er so bösartig sein kann?” Auch hierzulande gibt es kritische Stimmen. Eine Userin schreibt auf Twitter: “Ich hoffe, dass die ARD dieses Jahr Haltung zeigt und ‘Der kleine Lord’ nicht mehr zeigt.” Kyle Rittenhouse sei ein “Terrorist” und ein “Mörder”. 

“Der kleine Lord”: Ricky Schroder war neun Jahre alt, als er für den Weihnachtsklassiker in die Rolle des kleinen Jungen schlüpfte. (Quelle: imago/United Archives)

Tatsächlich zeigt die ARD jedes Jahr zur Weihnachtszeit “Der kleine Lord” mit dem damals neunjährigen Ricky Schroder als Cedric, der das Herz seines Großvaters erwärmt. Die Sendetermine am 18. und am 26. Dezember für dieses Jahr stehen bereits länger fest.

Wie reagiert die ARD nun auf die Vorwürfe? Auf Anfrage von t-online erklärt Christoph Pellander, Redaktionsleiter ARD Degeto: “Ricky Schroder hat mit seinen Solidaritätsbekundungen als Privatperson gehandelt”, und weiter: “Sein Verhalten steht dabei in keinem Zusammenhang zu seiner Rolle in ‘Der kleine Lord’ oder zum Film als solchen.”

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Das Weihnachtsprogramm der ARD bleibe bestehen: “‘Der kleine Lord’ wird, wie geplant, im Weihnachtsprogramm des Ersten ausgestrahlt”, so der ARD-Sprecher. Auf die Frage, wie die Haltung des öffentlich-rechtlichen Senderverbunds zu Ricky Schroder und seinen jüngsten Äußerungen lautet, hat sich Christoph Pellander nicht eingelassen. 

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