Dieser Sonntagskrimi hat auf den Sofas der Republik so manche Unruhe verbreitet. Viele Zuschauer haben Teile der Erzählung als verstörend empfunden – und ihren Unmut bekundet. Andere feierten den Mut des Formats.

Dabei war von Beginn an klar, dass dieser Fall für Kontroversen sorgen wird. Ein Grund dafür: die Sprache. Denn im Berlin-„Tatort“ wurde viel Sex gezeigt und über Sex gesprochen, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Im Gegenteil: Sex wurde in allen möglichen Varianten beschrieben und benannt. 

„Dem geneigten Zuschauer werden heute verschiedene Geschlechtsteile in Bewegtbildern dargeboten. Zudem werden diverse Synonyme für den Vollzug des Koitus zu Gehör gebracht“, schrieb das „Tatort“-Social-Media-Team und erklärte dann: „Wat willste mach’n. Is halt Balin, wa?“

„Gute Story, ruhig und dreckig, ungeschönt“

Nicht alle waren davon begeistert. So war in den Kommentarspalten bei Twitter zu lesen, dass dieser „Tatort“ lieber ohne die Eltern geschaut werden solle. Ansonsten könne es schnell zu Momenten voller Fremdscham kommen. Ein User merkte sogar an: „Die Sprache war unter aller Sau. Dreckiger gehts nicht. Schade.“ Offenbar war die Rhetorik ein Aspekt, der sehr unterschiedlich bewertet wurde.

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Denn das „dreckig“ bewerteten andere Zuschauer auch positiv: „Gute Story, ruhig und dreckig, ungeschönt – hatte alles was ein guter ‚Tatort‘ braucht“, hieß es zum Beispiel. Einigkeit gab es nicht, dafür aber eine Millionenreichweite, die sich sehen lassen kann. Beim Berliner „Tatort“-Team dürfte die Zufriedenheit also dominiert haben.

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